Botulinumtoxin: Wirkungsmechanismus

Botulinumtoxin ist ein Sammelbegriff für eine Reihe einander sehr ähnlicher Nervengifte. Es handelt sich dabei um Proteine, die in der Natur vorkommen. Sie werden von Bakterien erzeugt.

Wirkungsmechanismus

Die Wirkung der Botulinumtoxine beruht darauf, dass die Erregungsübertragung von Nervenzelle zu Nervenzelle gehemmt wird. Das führt neben Beeinträchtigungen des vegetativen Nervensystems, das unter anderem Herzschlag, Atmung und Stoffwechsel steuert, zu einer Muskelschwäche. Andere Nervenfunktionen (tasten, schmecken etc.) werden nicht beeinflusst. Wenn man zu viel Botulinumtoxin – zum Beispiel über durch Bakterien verdorbene Nahrung – zu sich nimmt, kann das tödlich enden.

Medizinische Anwendung

In kleiner Dosis und lokal verabreicht haben Botulinumtoxine jedoch einen für die Ästhetische Medizin sehr hilfreichen Effekt: Man kann auf diese Weise gezielt Muskelgruppen lähmen, die – vor allem im Gesicht – für die Faltenbildung der Haut mitverantwortlich sind. Das betrifft zum einen die Stirn (Sorgen-, Zornesfalten) und die Augen (Lachfalten), zum anderen den Mundbereich.

Botulinumtoxine werden auch vielfach in der heilenden Medizin zur Muskelrelaxation eingesetzt. Im Grenzbereich zur Ästhetischen Medizin bewegt sich dabei die Behandlung übermäßiger Schweißproduktion (Hyperhidrose). Diese betrifft nicht nur die Achseln, auch Hände, Füße oder sogar das Gesicht können von einer Hyperhidrose betroffen sein. Wenn es sich um eine vorübergehende Hyperhidrose handelt – zum Beispiel während der Wechseljahre –, ist es von Vorteil, dass die Wirkung einer Botulinumtoxin-Therapie nur einige Monate anhält und das Botulinumtoxin einfach abgesetzt werden kann, sobald das Problem nicht mehr besteht.

Heilpraktiker

Die Popularität der Behandlung mit Botox darf nicht darüber hinweggetäuschen, dass fachliches Know How nötig ist, um ein optimales Ergebnis zu erzielen und die Risiken zu minimieren.

Die Behandlungskosten sind entscheidungsrelevant, das Vertrauen in den Arzt sollte jedoch letztendlich entscheidend sein. Die Ausbildung, Erfahrungen, Fertigkeiten und die Wissenschaftskompetenzen eines Arztes sind für einen Laien schwieriger zu vergleichen als die Kosten.

Wann eine Behandlung mit Botulinumtoxin sinnvoll ist, klären wir mit Ihnen im persönlichen Gespräch genauestens ab.

Einsatz von Botulinumtoxin

Vorteile:

  • minimaler Eingriff
  • keine Gewebeänderung
  • keine Narbenbildung
  • ambulante Behandlung

Nachteile:

  • Wirkung erst nach 2 bis 10 Tagen
  • vorübergehende Wirkung

Einsatzbereiche:

  • Stirn
  • Augenpartie
  • Mundbereich
  • Körper: Schweißdrüsen

Schnellübersicht des Einsatzes von Botulinumtoxin:

  • Dauer des Eingriffes: ca. 30 Minuten
  • Aufenthalt in der Klinik: nicht erforderlich
  • Anästhesie: lokal durch eine Salbe
  • Nachbehandlung: alle 6 Monate
  • Gesellschaftsfähig: sofort

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Ihr Centerplast-Team um PD Dr. Stéphane Stahl und Dr. Adelana Santos Stahl berät Sie gern.

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