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    Gesäßstraffung und Brazilian Butt Lift

    Die Korrektur der Gesäßkonturen

    Die formvollendeten weiblichen Gesäßrundungen oder die markanten Konturen des männlichen Gesäßes waren schon in der Antike ein wiederkehrendes Motiv griechischer Skulpturen. Für Männer wie für Frauen hat diese Körperregion eine besondere Anziehungskraft. Die älteste Skulptur eines Menschen, die bislang gefunden wurde („Venus vom Hohle Fels“, circa 40.000 Jahr alt) zeugt davon, dass Rundungen bei der Frau seit jeher ein Symbol für Schönheit sind.

    Nach Gewichtsschwankungen, im Laufe des Alters oder bei anlagebedingter Gewebeschwäche können sich diese Körperteile deutlich verändern. Die Form und die Silhouette des Gesäßes steht dann unter Umständen nicht mehr im Einklang mit den übrigen Körperproportionen. Für die Wiederherstellung schöner Konturen sollten daher nicht nur das Gesäß, sondern auch die Hüften, die Oberschenkel und die Lenden betrachtet werden. Die idealen Gesäßkonturen werden durch verschiedene Merkmale gekennzeichnet.

    Vertiefung an der Außenseite des Gesäßes

    Die Region zwischen dem großen und mittleren Gesäßmuskel einerseits und dem äußeren breiten Oberschenkelmuskel andererseits bildet eine Mulde. Da Männer hier im Allgemeinen eine dünnere Unterhautfettgewebsschicht haben, ist diese Vertiefung bei Männern ausgeprägter als bei Frauen.

    Gesäßfalte

    Diese waagrechte Falte befindet sich unterhalb des Sitzbeinhöckers und entsteht an der Grenze zwischen dem großen Gesäßmuskel und den hinteren Oberschenkelmuskeln.

    Venusgrübchen (Fossula lumbalis)

    Hier ist die Haut mit kurzen Bindegewebsfasern fest auf dem Knochenvorsprung am hinteren Ende des Beckenkamms verwachsen. Darunter erstreckt sich der große Gesäßmuskel, seitlich der mittlere Gesäßmuskel, kopfwärts der sehr breite Rückenmuskel und zur Mitte hin die Rückenmuskulatur.

    V-förmige Falte

    Diese markante Kontur entsteht am Ansatz des großen Gesäßmuskels am Kreuzbein. Da das Unterhautfettgewebe charakteristischerweise am Gesäß kräftiger ausgeprägt ist als am Kreuzbein, kommt die Vertiefung noch deutlicher zur Geltung.

    Gesäßprojektion

    Eine betonte Po-Silhouette ergibt sich aus der unterschiedlichen Dicke des Unterhautfettgewebes am Gesäß und am Kreuzbein. Ein Hohlkreuz kann diesen Eindruck verstärken.

    Moderne Methoden stehen heute zur Verfügung, um unterschiedliche Korrekturen vorzunehmen.

    Techniken der Gesäßkonturierung

    Po-Vergrößerung mit Eigenfett

    Die Po-Vergrößerung mit Eigenfett, auch „Brazilian butt lift“ genannt, dient effektiv der

    • Verbesserung der Projektion des Gesäßes und
    • der Korrektur von Seitenunterschieden und Unregelmäßigkeiten.

    Fettabsaugung der Lenden und Hüften

    Die Fettabsaugung an den Lenden und Hüften sind sehr hilfreich, um

    • die Projektion des Gesäßes zu betonen.
    • störende Fettpolster zu entfernen.

    Obere Gesäßstraffung

    Die obere Gesäßstraffung ist in Verbindung mit einer Bauchdeckenstraffung besonders wirksam zur

    • Straffung des Pos.
    • Verbesserung der Projektion des Gesäßes.

    Needling

    Eine Needling Behandlung führt wirksam zu einem:

    • Verblassen der Dehnungsstreifen am Po

    Wie können Sie sich auf eine Po Vergrößerung vorbereiten?

    • Eine Gesäßkonturierung sollte dann durchgeführt werden, wenn Ihr Wunschgewicht erreicht wurde.
    • Jegliche Fragen zu möglichen Komplikationen und alternativen Behandlungsformen sollten vor dem Eingriff beantwortet sein.
    • Schränken Sie den Nikotin- sowie Alkoholkonsum auf ein Minimum ein.
    • Die Einnahme hormonhaltiger Medikamente (z.B. Pille) ist gfls. vorübergehend einzustellen.
    • Blutverdünnende Medikamente (beispielsweise Thomapyrin®, ASS) sind mind. 10 Tage vor der OP (nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt) abzusetzen.
    • Vitaminpräparate (A, E) sowie Nahrungsergänzungsmittel (Johanniskraut Präparate, Omega-3 Fettsäuren etc.) sind mind. 4 Wochen vor dem Eingriff abzusetzen.
    • Duschen Sie am Tag der Operation mit einer desinfizierenden Seife (z. B. HiBiScrub® Plus, Prontoderm® Shower Gel oder Octenisan® Wash Lotion).
    • Operationen schränken Ihre Flugreisetauglichkeit ein. Für die 6 Wochen nach der OP sollten Sie daher keine Flugreisen planen.
    • Vor der Durchführung ästhetischer Eingriffe sollten Sie stets eine Folgekostenversicherung abschließen.

    Wie wird eine Gesäßkonturierung durchgeführt?

    In Vorbereitung jeder Operation wird mehrmals routinemäßig überprüft, ob alle notwendigen Vorkehrungen für die maximale Sicherheit des Patienten getroffen wurden. Erst wenn nach der Checkliste alle Vorrausetzungen erfüllt sind, wird mit der OP begonnen.

    Vor dem Eingriff werden die zu behandelnden Areale in stehender Haltung markiert. Anschließend erhalten Sie über eine Kanüle ein Schlafmittel, sodass die weiteren Geschehnisse an Ihnen vorbeigehen. Wird die Operation im Dämmerschlaf durchgeführt, spritzt der Chirurg/die Chirurgin eine sterile physiologische Wasser-Adrenalin-Lösung mit Betäubungsmittel ein („Tumeszenz-Lokalanästhesie“). Innerhalb von 5 bis 10 Minuten sind die Operationsgebiete gefühllos. Sollten Sie nicht tief schlafen, spüren Sie höchstens, dass an der Haut etwas vor sich geht. Im Falle einer Vollnarkose ersetzen die zentral wirkenden Schmerzmittel das örtliche Betäubungsmittel der Wasser-Adrenalin-Lösung.

    Mit Hilfe der sogenannten Tumeszenz-Technik wird schonender operiert und der Ausbildung von Blutergüssen sowie Konturunregelmäßigkeit vorgebeugt. Dabei werden die zuvor angezeichneten Bereiche unterspritzt. Die Unterspritzung sowie die Absaugung des Fettes erfolgen mit feinen Mikrokanülen, die über kleinste Schnitte in die Haut von etwa 2 bis 3 mm in das Unterhautfettgewebe der gekennzeichneten Bereiche eingebracht werden. Nachdem das Gewebe infiltriert und gelöst wurde, wird durch Unterdruck mithilfe einer Aspirationskanüle das überschüssige Fettgewebe entfernt. Die Kanülen werden durch den plastisch-ästhetischen Chirurgen über mehrere Öffnungen fächerförmig geführt, um eine möglichst gleichmäßige Absaugung zu gewährleisten. Bei der Eigenfett-Behandlung werden Fettgewebszellen abgesaugt und im Anschluss gereinigt sowie gefiltert, um sie dann dem Gesäß präzise an geeigneter Stelle über 2 mm kleine Einstiche zuzuführen. Mit Hilfe der transplantierten körpereigenen Fettzellen wird Volumen aufgebaut und die Kontur verbessert. Im Durchschnitt werden bei einer Eigenfettbehandlung pro Sitzung circa 400ml eingebracht.

    Der Eingriff dauert in der Regel ungefähr 1,5 bis drei Stunden, abhängig vom Befund. Unmittelbar nach der OP werden Sie im Aufwachraum bei CenterPlast kontinuierlich überwacht. Nach dem vollständigen Erwachen dürfen Sie etwas trinken und bei Wohlbefinden auch etwas essen. Vor dem Verlassen der Praxis werden Kontrolltermine mit Ihnen vereinbart. Sie erhalten Informationen bzgl. Verhaltensmaßnahmen zur Nachsorge und Ihnen wird ein umfangreicher schriftlicher Bericht sowie eine Notfall-Tel. Nr. ausgehändigt, unter der Sie den Chirurgen oder die Chirurgin im Ernstfall 24h am Tag erreichen.

    Was müssen Sie nach einer Po Vergrößerung beachten?

    • Regelmäßige Kontrollen Ihres Wohlbefindens und des Operationsergebnisses schließen sich an.
    • Sitzen oder auf dem Rückenliegen sollten in den ersten zwei Wochen vermieden werden und anschließend bis zur 6. Woche auf das mindeste reduziert werden.
    • Duschen ist unmittelbar vor Ihrer Wundkontrolle ab dem 3. postoperativen Tag möglich.
    • Die Hautfäden werden zwischen dem zehnten und vierzehnten postoperativen Tag gezogen.
    • Zuvor individuell angepasste Kompressionsmieder sollten kontinuierlich 6 Wochen lang getragen werden.
    • Ab der 3. postoperativen Woche ist mehrfach tägliches Massieren der Narben empfohlen. Dies sollten Sie für einige Minuten kreisförmig, sowie längs und quer zum Narbenverlauf mit fettenden Cremes tun, da dies zu unscheinbaren Narben verhilft. Geeignet sind hierfür u.a. Bepanthen® Salbe oder Linola® Fett.
    • Bücken, das Heben schwerer Lasten, Saunieren, Geschlechtsverkehr und sportliche Betätigungen (inkl. Schwimmen) sollten vier Wochen lang vermieden werden. Sollten noch Schwellungen fortbestehen verlängern Sie diese Schonphase.
    • Übermäßige UV-Strahlung (Solarium/Sonnenbaden) ist für mind. 3 Monate zu meiden.
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    Zum Autor

    Privatdozent Dr. Stéphane Stahl

    “Wir liefern Ihnen umfangreiches Experten-Wissen, um gemeinsam mit Ihnen den bestmöglichen Behandlungsweg auszuwählen.”

    Privatdozent Dr. med. Stéphane Stahl ist ehemaliger Direktor der Klinik für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie / Handchirurgie am Klinikum Lüdenscheid. Dr. Stahl studierte Medizin an den Universitäten Freiburg und Berlin. 2011 legte er die Europäische und 2012 die Deutsche Facharztprüfung für Plastische und Ästhetische Chirurgie ab. Es folgten weitere Facharztqualifikationen und Zusatzqualifikationen (u.a. Qualitätsmanagement, Medizindidaktik, Physikalische Therapie, Notfallmedizin, Laserschutzbeauftragte, Handchirurgie) sowie Preise und Auszeichnungen. 2015 habilitierte er sich im Fach Plastische und Ästhetische Chirurgie in Tübingen. Er ist ein erfahrener Mikrochirurg, gefragter Gutachter und regelmäßiger Referent auf Fachkongressen. Stéphane Stahl wurde nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren zum Mitglied der American Society for Aesthetic Plastic Surgery (ASAPS), eine der weltweit größten und einflussreichsten Fachgesellschaften für Ästhetische Chirurgie. Zu seinen Autorenschaften gehören u.a. zahlreiche Beiträge in angesehenen peer review Zeitschriften und chirurgischen Standardlehrwerken.

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