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Überzähliges Brustgewebe

Überzähliges Brustgewebe ist auf eine unvollständige Rückbildung der Milchleiste beim Ungeborenen im Mutterleib zurück zu führen. Durch hormonelle Einflüsse während der Menstruation, der Schwangerschaft oder der Stillzeit können sich die zusätzlichen (akzessorischen) Brüste in Ihrer Größe verändern und Schmerzen. Da es sich um normales Brustgewebe handelt, können auch alle Formen von Brusterkrankungen im überzähligem Brustgewebe vorkommen. Überzähliges Brustgewebe kommt meisten beidseitig vor und wird häufig nahe der Achsel und dem Brustmuskel angetroffen. Das überschüssige Brustgewebe führt zu einer Vorwölbung, zyklische Schmerzen und vereinzelt zu schmerzhaften Bewegungseinschränkungen des Armes. Die Beschwerden können durch eine Narbensparenden Technik behoben werden. Bei sehr großen überschüssigen Brüsten sollte die Entfernung des Hautmantels erwogen werden, die mit einer Narbe von einigen Zentimetern einhergehen kann. Da eine Schwangerschaft zu einer Vergrößerung des überzähligen Brustgewebes führt und zu einer Verminderung der Hautspannkraft, wird empfohlen das Brustgewebe vor einer Schwangerschaft zu entfernen.

    Wie werden überzählige Brustdrüsen entfernt?

    Vor jeder Operation wird mehrmals akribisch überprüft, ob die größtmögliche Patientensicherheit gewährleistet ist. Erst wenn nach Checkliste alle Vorrausetzungen erfüllt sind, wird mit der Operation begonnen.

    Vor dem Eingriff werden die Brüste in stehender Haltung markiert. Wird die Operation im Dämmerschlaf durchgeführt, so bekommen Sie Medikamente, die Ihnen die Angst nehmen und die Schmerzempfindlichkeit verringern. Wenn Sie nicht ohnehin tief schlafen, spüren Sie allenfalls, dass an der Körperoberfläche etwas vor sich geht.

    Im Bereich der Achselhöhle entlang der natürlichen Hautfalten wird über einen Hautschnitt von etwa einem Zentimeter zunächst das Gewebe in Tumeszenz-Technik abgesaugt. Die angezeichneten Bereiche werden unterspritzt, um schonender zu operieren und der Ausbildung von Blutergüssen und von Konturunregelmäßigkeit vorzubeugen. Die Unterspritzung sowie die Fettabsaugung erfolgt mit feinen Mikrokanülen, die über kleinste Hautschnitte von etwa zwei bis drei Millimeter in das Unterhautfettgewebe der markierten Bereiche eingebracht werden. Nachdem das Gewebe infiltriert und gelöst wurde, wird das überschüssige Fettgewebe durch Unterdruck mithilfe einer Aspirationskanüle entfernt. Die Kanülen werden über mehrere Öffnungen eingeführt und fächerförmig geführt, um ein gleichmäßiges Absaugbild zu erreichen. Die Brustdrüse wird dann über einen Schnitt von etwa einem Zentimeter im Bereich der Achselhöhle entfernt. Bei moderaten akzessorischen Brüsten bildet sich die Haut nach sechs bis zwölf Monaten zurück. Liegen größere Brüste vor und ist die Hautspannkraft vermindert wird die überschüssige Haut zusätzlich entfernt. Je nach Befund werden Drainageschläuche in die Wunde eingelegt, die nach kurzer Dauer wieder entfernt werden können. Die Wunde wird mit feinen Fäden verschlossen, die sich nach circa drei Wochen selbst auflösen. Zum Schluss wird ein leichter Druckverband angelegt.

    Der ambulante Eingriff dauert 60 Minuten. Unmittelbar nach der Operation werden Sie in einem sogenannten Aufwachraum kontinuierlich überwacht. Sie können nach dem vollständigen Erwachen etwas trinken und, wenn Sie dies gut vertragen, auch etwas essen. Bevor Sie die Praxis verlassen, werden Kontrolltermine vereinbart und die Verhaltensmaßnahmen ausführlich mit Ihnen besprochen. Sie bekommen einen umfangreichen schriftlichen Bericht und eine Telefonnummer ausgehändigt, unter der Sie den Chirurgen oder die Chirurgin im Notfall 24 Stunden am Tag erreichen.

    Vor, nach und sogar während der Operation können Sie mit einer Virtual-Reality-Brille Kinofilme oder Ihre Lieblingsserien anschauen. Das ist nicht nur unterhaltsam, die Ablenkung führt auch nachweislich zu einer geringeren Schmerzempfindlichkeit.

    Wie können Sie sich auf die Entfernung überzähliger Brustdrüsen vorbereiten?

    • Alle Ihre Fragen zu möglichen Komplikationen und alternativen Behandlungen sollten vor der Operation beantwortet sein.
    • Duschen Sie am Tag der Operation mit einer desinfizierenden Seife (z. B. HiBiScrub® Plus, Octenisan® Wash Lotion, Prontoderm® Shower Gel).
    • Schränken Sie Nikotin- und Alkoholkonsum auf ein Minimum ein.
    • Die Einnahme hormonhaltiger Medikamente (Pille) ist gegebenenfalls vorübergehend einzustellen.
    • Blutverdünnende Medikamente (z. B. ASS, Thomapyrin®) müssen mindestens zehn Tage vor der Operation nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt abgesetzt werden.
    • Vitaminpräparate (A, E) und Nahrungsergänzungsmittel (Omega-3-Fettsäuren, Johanniskraut-Präparate usw.) müssen mindestens vier Wochen vor der Operation abgesetzt werden.
    • Operationen schränken die Flugreisetauglichkeit ein. Planen Sie daher in den vier Wochen nach der Operation keine Flugreisen beruflich wie privat.
    • Vor der Durchführung ästhetischer Eingriffe sollte eine Folgekostenversicherung abgeschlossen werden.

    Was müssen Sie nach die Entfernung überzähliger Brustdrüsen beachten?

    • Regelmäßige Kontrollen Ihres Wohlbefindens und des Operationsergebnisses schließen sich an.
    • Eine Oberkörperhochlagerung von etwa 30 Grad (auch beim Schlafen) über fünf Tage ist für die Abschwellung und Wundheilung förderlich.
    • Duschen ist unmittelbar vor der Wundkontrolle ab dem dritten postoperativen Tag möglich.
    • Ab der dritten postoperativen Woche verhilft mehrfach tägliches Massieren für einige Minuten kreisförmig, sowie längs und quer zum Narbenverlauf mit fettenden Cremes (z. B. Bepanthen® Salbe oder Linola® Fett) zu unscheinbaren Narben.
    • Bücken, Heben schwerer Lasten, Schwimmen, Saunieren, Geschlechtsverkehr und sportliche Betätigungen sollten vier Wochen lang vermieden werden, eventuell länger, wenn noch Schwellungen bestehen.

    Haben Sie noch Fragen? – Nutzen Sie unser Schnell-Kontaktformular

    Ihr Centerplast-Team um PD Dr. Stéphane Stahl und Dr. Adelana Santos Stahl berät Sie gern.

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