top

    Faltenbehandlung mit Eigenfett

    Vereinfacht kann gesagt werden, dass füllige Lippen und ein gleichmäßiges Hautbild spontan und unbewusst in Bruchteilen einer Sekunde als jugendlich und attraktiv empfunden werden. Natürliche und schöne Gesichtszüge entstehen aus der harmonischen Einheit des Gesichtes.

    Wie entstehen Gesichtsfalten?

    Die Haut verliert mit zunehmendem Lebensalter und nach intensiver Sonnen- oder UV-Bestrahlung an Spannkraft. Der bindegewebige Halteapparat der Haut erschlafft und das Hautfett schrumpft. Auch individuelle Veranlagungen oder Lebensgewohnheiten wie das Rauchen können dazu führen, dass die Elastizität der Haut abnimmt. Die folgenden Falten-Arten werden mit Bezug auf mögliche Ursachen und Behandlungen überschieden.

    Aktinische Falten entstehen durch die jahrelange UV-Strahlung von Sonne oder Solarium, die die Haut schädigen und die natürliche Faltenbildung unterstützen bzw. sogar beschleunigen. Sichtbar werden diese Knitterfältchen vor allem im Gesicht um den Mund herum und am Hals. Sonnenfalten lassen sich beispielsweise wirksam mit Needling oder Peeling behandeln.

    Bei orthostatischen oder auch Schwerkraft-Falten kommt es auf Grund nachlassender Gewebefestigkeit zu einem Absacken von Muskeln und Hautfett. Zu diesem Faltentypus gehört z.B. die Nasolabialfalte zwischen Mundwinkel und Nase. Je nach Ausprägungsgrad können die Falten mit Gewebefüllern oder Eigenfett unterpolstert werden oder/und durch eine Gesichtsstraffung korrigiert werden. Zur Korrektur abgesunkener Augenbrauen kann ein Brauenlift erforderlich sein.

    Dynamische oder mimische Falten sind Folge der aktiven Muskelbewegung. Feine Muskeln, die an bestimmten Gesichtsausdrücken beteiligt sind, dehnen oder ziehen die Haut zusammen. Im Laufe der Zeit zeichnen sich Furchen an bestimmten Stellen im Gesicht ab. Diese Fältchen werden häufig nach den Gesichtsausdrücken bezeichnet die sie charakterisieren z.B. Zornesfalten, Denkerfalten (Stirnfalten) oder Lachfalten (Krähenfüße). Zur Verminderung dieser Falten eignet sich die Injektion des muskelentspannenden Wirkstoffs der Gruppe A.

    Was ist eine Faltenbehandlung mit Eigenfett?

    Bestimmte Proportionen, Harmonie und Symmetrie spielen beim Empfinden von Schönheit eine entscheidende Rolle. Daher werden zunächst Ihre Veränderungswünsche erfragt und Ihre individuellen anatomischen Verhältnisse analysiert.

    Transplantierte körpereigene Zellen dienen dem Volumenaufbau und der Konturverbesserung. Tiefe Zornesfalten oder Stirnfalten lassen sich glätten, Augenringe können korrigiert werden. Ausgewogene Konturen der Wangen, Lippen, Schläfen sowie des Kinns können wiederhergestellt werden. Die Fettzellen können vom Bauch, Po Oberschenkeln oder den Knien abgesaugt werden.

    Wie können Sie sich auf die Eigenfettbehandlung vorbereiten?

    • Lassen Sie sich alle Fragen zu möglichen Komplikationen und alternativen Behandlungen im Vorfeld beantworten.
    • Der Nikotin- und Alkoholkonsum ist in jedem Fall auf ein Minimum einzuschränken!
    • Die Einnahme von hormonhaltigen Medikamenten (Pille) ist ggfls. vorübergehend zu pausieren.
    • Nehmen Sie blutverdünnende Medikamente wie z. B. ASS oder Thomapyrin®? Mind. 10 Tage vor der Faltenbehandlung mit Eigenfett sind diese (unter Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt) abzusetzen.
    • Vitaminpräparate (A, E) und Nahrungsergänzungsmittel (Omega-3-Fettsäuren, Johanniskraut-Präparate usw.) vor der OP absetzen: Dies sollte mind. 4 Wochen vor der Faltenbehandlung mit Eigenfett erfolgen.
    • Keine Flugreisen planen: Die Flugreisetauglichkeit wird durch OP’s eingeschränkt. Planen Sie aus diesem Grund keine Flugreisen beruflich wie privat für die 6 Wochen nach der Operation!
    • Legen Sie sich im Haus Kühlpads zur Kühlung der Haut für die Zeit nach der OP bereit!

    Wie wird eine Eigenfettbehandlung durchgeführt?

    • Der Eingriff dauert ca. 60 Minuten, abhängig vom Ausmaß des Eingriffs.
    • Der Eingriff erfolgt ambulant, in örtlicher Betäubung und Dämmerschlaf.

    Schematische Darstellung wichtiger Strukturen bei einer Faltenbehandlung mit Eigenfett

    1 Zone der Eigenfettbehandlung 2 Schnittführung bei einer Straffung des Gesichts 3 Oberflächliche Schläfengefäße (Vasa temporalis superficialia) 4 Erhebung vor dem Gehörgang (Tragus) 5 Bänder zwischen Haut und Knochen (Ligamentum zygomaticus) 6 Ohrspeicheldrüse (Glandula parotidea) 7 Unterkieferspeicheldrüse (Glandula submandibularis) 8 Bänder zwischen Haut und Knochen (Ligamentum mandibulare) 9 Muskelnerv zum Mund (Rami buccales nervi facialis) 10 Bänder zwischen Muskel und Haut (Ligamentum massentericum) 11 Hautnerv (Nervus auricularis magnus) 12 Schnittführung bei einer Halsstraffung

    Weitere Gesichtsnerven im Bild: Muskelnerv der Stirn (Ramus frontalis Nervus facialis), Muskelnerv zur Oberlippe (Rami zygomatici nervi facialis), Muskelnerv der Unterlippe und des Kinns (Ramus marginalis mandibulae), Hautnerv (Nervus auricularis magnus).

    Die grünen Zonen können zur Verschönerung der Konturen mit Gewebefüllern (Eigenfett oder Hyaluronsäure) unterspritzt werden.

    Was müssen Sie nach der Eigenfettbehandlung beachten?

    • Am Operationstag ist Autofahren wegen der Begleitmedikation strikt zu vermeiden.
    • Viel Ruhe und Kühlung helfen, die Schwellung am ersten Tagen gering zu halten.
    • Eine Oberkörperhochlagerung von etwa 30 Grad (auch beim Schlafen) über 5 Tage ist für die Abschwellung und Wundheilung förderlich.
    • Alkoholkonsum steigert die Schwellneigung, Rauchen verzögert die Heilung.
    • Duschen ist (unmittelbar vor der Kontrolle der Wunden) am 3. postoperativen Tag möglich.
    • Hautfäden werden lediglich an den Entnahmestellen nach 10 Tagen entfernt.
    • Bücken, Heben schwerer Lasten und sportliche Betätigung sollten 2 Wochen lang vermieden werden.
    • Postoperative klinische Kontrollen sollten am 3. postoperativenTag und nach 1, 2, 6 Wochen sowie nach 6 Monaten eingeplant werden.
    • Sport, Saunabesuche, Schwimmen, schweres Arbeiten sowie Sonnenbäder sollten für mind. 4 Wochen gemieden werden.

    Download

    Google Bewertung
    4.8
    Basierend auf 49 Rezensionen
    ×

    Zum Autor

    Frau Dr. Adelana Santos Stahl

    „Unser Ziel ist es, auf der Basis unseres umfangreichen Fachwissens im Bereich der plastischen Chirurgie, eine optimale, diskrete und präzise Behandlung zu bieten. „

    Frau Dr. Adelana Santos Stahl zeichnet eine einzigartige internationale Perspektive mit einem weiblichen Blick auf die plastische Chirurgie aus. Ihr individueller und detaillierter Ansatz ist der Schlüssel zu den schönen und natürlichen Ergebnissen, die sie erzielt. Aufgrund ihrer Ausbildung in Brasilien, einem der größten und bekanntesten Länder für ästhetische und rekonstruktive plastische Chirurgie, versteht sie den Wunsch ihrer Patienten, sich so gut wie möglich zu fühlen und auszusehen.Ihr Medizinstudium sowie Ihre Ausbildung zur Fachärztin für plastische und ästhetische Chirurgie hat Sie in Brasilien absolviert. 2009 hat sie zudem die deutschen Äquivalenzprüfungen für das Medizin-Staatsexamen erfolgreich abgelegt. Zwei Jahre später, im Jahr 2011 hat sie die deutsche und 2012 die EU-Facharztanerkennung (EBOPRAS) für Plastische Chirurgie erhalten.Von 2009 bis 2013 hat sie ihre Kenntnisse in der ästhetischen und rekonstruktiven Gesichtschirurgie bei weltweit renommierten Vertretern der plastischen Chirurgie wie Herrn Professor Gubisch am Marienhospital und Madame Firmin in Paris vertieft.Ein VDÄPC-Fellowship (weiterführendes Stipendium für graduierte Studierende) in der Schweiz, Frankreich und den USA hat Ihre Berufserfahrung weiter sehr bereichert.Dr. Santos Stahl ist in verschiedenen renommierten Fachgesellschaften aktiv. Neben der DGPRÄC und DGBT, ist Sie ebenso Mitglied der Brasilianischen Gesellschaft für Plastische Chirurgie – SBCP.Sie ist darüber hinaus Autorin von mehreren wissenschaftlichen Artikeln und widmet sich zusammen mit ihrem Mann der Forschung und klinischen Studien im Bereich der plastischen Chirurgie.

    Haben Sie Fragen?

    Vielen Dank für deine Nachricht. Sie wurde gesendet.

    There was an error. Please try again later.