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Tumore an Hand und Fingern

Gewebswucherungen oder Schwellungen

Weichteiltumore an der Hand sind häufig und meist gutartig. Die Hand ist ein feines Uhrwerk mit vielen Strukturen auf engstem Raum: Muskel, Sehnen, Sehnenscheiden, Bänder, Haut, Blutgefäße und Nerven. In all diesen Geweben können sich Zellen ungehemmt vermehren. Beide Hände entsprechen zwei Prozent der gesamten Körperoberfläche. Die Hände machen nur 1,2 Prozent des gesamten Körpergewichts aus. An der Hand finden sich jedoch fünfzehn Prozent aller Weichteiltumore des Körpers.

Wir bieten Ihnen die Behandlung folgender Gewebeveränderungen an:

  • Überbeine
  • Mukoidzysten
  • Lipome
  • Vaskuläre Malformationen
  • Glomustumore
  • Riesenzelltumore
  • Schwannome

Was sind Überbeine?

Ganglion ist der medizinische Fachbegriff für Überbein. Ein Ganglion bezeichnet „einen von einer Membran umgebenen abgekapselten Tumor in der Nähe von Sehnen oder Sehnenplatten“. Handgelenksganglien sind Gewebehohlräume in der Nähe des Handgelenkes. Die Hohlräume sind mit zäher durchsichtiger gelblicher Flüssigkeit gefüllt. Überbeine sind mit Abstand die häufigsten gutartigen Tumore der Hand. Frauen zwischen dem zwanzigsten und vierzigsten Lebensjahr sind am häufigsten betroffen. Ganglien treten in sechzig bis siebzig Prozent der Fälle am streckseitigen Handgelenk auf. Häufig lässt sich eine stielartige Verbindung zum Handgelenk nachweisen. Liegt das Überbein nahe der Pulsschlagader kann ein Pulsieren getastet werden. Es wird angenommen, dass eine vermehrte Belastung des Handgelenks zu einer erhöhten Bildung von Gelenkschmiere führt. Die Flüssigkeit führt an einer Schwachstelle zu einer Ausstülpung der Handgelenkskapsel. Überbeine machen sich als schmerzlose Schwellung bemerkbar, die sich im Verlauf von Wochen oder Monaten ausbildet. Oft wird die Schwellung am Handgelenk als unschön empfunden, seltener sind Schmerzen das Problem. Bei der Untersuchung lässt sich das Erscheinungsbild eines Überbeins in der Regel eindeutig zuordnen. Eine Kernspin- oder Ultraschall-Untersuchung sind selten notwendig.

Was sind Mukoidzysten?

Mukoidzysten sind Aussackungen der Finger- und Daumenendgelenke bei beginnendem Verschleiß des Fingerendgelenks. Die Zysten sind mit gallertiger gelblicher Flüssigkeit gefüllt. Mukoidzysten imponieren als Kirschkern-große, harte und durch die Haut hindurch schimmernde Geschwülste. Sie befinden sich am häufigsten am streckseitig der Fingerendgelenke. Am häufigsten sind Mittelfinger, Zeigefinger und Daumen der Führungshand betroffen. Mukoidzysten treten in 75% der Fälle bei Frauen auf, meist zwischen dem vierzigsten und siebzigsten Lebensjahr. Es besteht immer eine Verbindung zum Fingerendgelenk. Der flüssige Inhalt besteht im Wesentlichen aus Hyaluronsäure welche von Fibroblasten produziert wird. Mukoidzysten in der Literatur auch als Pseudozyste oder Dorsalzyste bezeichnet. Druck und Scherkräfte im Endgelenk werden als Ursache für die Entstehung der Mukoidzysten angenommen. Mukoidzysten treten häufig mit knöchernen Anbauten am Endgelenke auf, den so genannten Heberden Knoten. Eine ästhetische Beeinträchtigung durch die Schwellung und Störung des Nagelwachstums sind meistens der Anlass für einen Arztbesuch. Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen kommen seltener vor. Bei circa dreißig Prozent der Patienten verformt sich der Nagel. Die Nagelverformung bildet sich nach einer Operation meistens zurück. Wenn eine schmerzhafte Einschränkung der Bewegung des Fingerendgelenks vorliegt, empfiehlt der Chirurg eine Röntgenuntersuchung.

Was sind Lipome?

Das Lipom ist der häufigste gutartige Weichteiltumor. Am häufigsten werden Lipome im Unterhautfettgewebe angetroffen. Oberflächliche, unter der Haut liegende Lipome sind ein wenig verschieblich. Sie fühlen sich weich an und verursachen keine Schmerzen. Selten können Lipome zu einer Einengung des Mittelarmnervs (Nervus medianus) oder des Ellennervs (Nervus ulnaris) führen. Im Ultraschall lassen sich Lipome in der Regel gut erkennen. Bei enger Nachbarschaft zu Nerven oder Gefäßen sowie bei untypischem Untersuchungsbefund ist eine Kernspinuntersuchung hilfreich. Sehr selten ist eine bösartige Veränderung möglich. Hinweise darauf liefert ein schnelles Wachstum oder Schmerzen. Bösartige Liposarkome betreffen tendenziell Patienten zwischen dem fünfzigstem und dem 65. Lebensjahr.

Was sind vaskuläre Malformationen?

Vaskuläre Malformationen sind Fehlbildungen der Gefäße die am gesamten Körper entstehen können. Die Gefäßfehlbildungen werden nach der Strömungsgeschwindigkeit des Blutflusses unterteilt. Fehlbildungen der Gefäße mit hoher Strömungsgeschwindigkeit transportieren sauerstoffreiches arterielles Blut vom Herzen. Fehlbildungen mit niedriger Strömungsgeschwindigkeit transportieren sauerstoffarmes venöses Blut zum Herzen. Die meisten Gefäßfehlbildungen sind teilweise arteriell und teilweise venös. An der Körperoberfläche machen sich Fehlbildungen durch eine bläuliche Verfärbung der Haut bemerkbar. Arterielle Gefäßfehlbildungen zeichnen sich durch ein tastbares Pulsieren und eventuell einem Strömungsgeräusch aus. Gefäßfehlbildungen betreffen überwiegend Kinder und Jugendliche.

Was sind Glomustumore?

Der Glomustumor ist eine gutartige Fehlbildung des Glomuskörperchens. Glomuskörperchen dienen der Regulation der Hauttemperatur an den Händen und befinden sich überwiegend unter den Nägeln. Fünf-und-siebzig Prozent der Glomustumore treten in der Hand unter den Fingernägeln auf. Glomustumore machen nur ein Prozent aller Handtumore aus. Sie sind häufiger bei Frauen im Alter zwischen dreißig und fünfzig Jahren zu finden und treten spontan auf. Glomustumore machen sich typischerweise bemerkbar durch punktuell eng begrenzte Schmerzen und eine Empfindlichkeit auf Kälte. Unter dem Nagel zeigen sich Verfärbungen des Nagelbettes. Gelegentlich treten auch Nagelverformungen auf.

Was sind Riesenzelltumore?

Riesenzelltumor sind schmerzfreie Schwellungen der Hand oder der Finger in der Nähe von Sehnenscheiden. Betroffene Patienten sind meist zwischen dreißig und fünfzig Jahre alt. Der Tumor kann sich in die Gelenke und den Knochen ausbreiten. Dann ist es sehr schwierig den Tumor restlos zu entfernen. Bei einem Verdacht sollten Röntgen und Kernspin-Untersuchungen durchgeführt werden. Die Operation ist die Behandlung der ersten Wahl. Das entfernte Gewebe ist typischerweise von gelb-braun bis grau-weißer Farbe mit einer Läppchen-artigen und weichen Struktur.

Was sind Schwannome?

Schwannome sind gutartige Tumore der Nervenscheiden. Die Schwellung entsteht durch ein ungehemmtes Wachstum von Zellen die den Nerven umhüllen. Sie treten bei Erwachsenen mittleren Alters auf. Sie verursachen Schmerzen oder Gefühlsstörungen. Bei Berührung kann ein elektrisierender Schmerz ausgelöst werden. Schwannome lassen sich durch eine Operation vom betroffenen Nerv entfernen.

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Ihr Centerplast-Team um PD Dr. Stéphane Stahl und Dr. Adelana Santos Stahl berät Sie gern.

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