Verschleiß des Fingerendgelenkes

Ein Gelenkverschleiß, auch Arthrose genannt, ist eine Abnutzung des Gelenkknorpels, die schleichend, anfangs meist unbemerkt auftritt. Verschleißerscheinungen der Fingerendgelenke machen sich durch Schmerzen sowie eine Verformung und Fehlstellung des Gelenks bemerkbar. In den meisten Fällen ist die Ursache unbekannt und eine gezielte Therapie nicht möglich. Ist die Knorpelschutzschicht verloren, werden die einwirkenden Kräfte nicht mehr gedämpft und gleichmäßig verteilt.

Einen Schaden an Knorpel lässt sich leider nicht rückgängig machen. Ibuprofen, Diclofenac oder das pflanzliche Weihrauchextrakt H15 wirken entzündungshemmend und schmerzlindernd. Wenn diese Maßnahmen nicht mehr helfen, können die Schmerzen durch eine Versteifung behoben werden. Bei gut erhaltener Beweglichkeit der angrenzenden Fingergelenke, bedeutet die Versteifung des Endgelenkes eine Bewegungseinschränkung für den gesamten Finger von 10 bis 20 %.

Über einen Zugang von etwas mehr als einen Zentimeter wird das aufgebrauchte Gelenk entfernt. Mit einem Draht und einem Metallstift werden die angrenzenden Knochenenden verbunden. Diese wachsen dann zusammen, wie nach einem Knochenbruch.

Wie können Sie sich auf den Eingriff vorbereiten?

  • Alle Ihre Fragen zu möglichen Komplikationen und alternativen Behandlungen sollten im Vorfeld beantwortet sein.
  • Schränken Sie Nikotin- und Alkoholkonsum auf ein Minimum ein!
  • Blutverdünnende Medikamente (z. B. ASS, Thomapyrin®) müssen mindestens 10 Tage vor der Operation nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt abgesetzt werden.
  • Vitaminpräparate (A, E) und Nahrungsergänzungsmittel (Omega-3-Fettsäuren, Johanniskraut-Präparate usw.) müssen mindestens 4 Wochen vor der Operation abgesetzt werden.
  • Operationen schränken die Flugreisetauglichkeit ein. Planen Sie daher in den 6 Wochen nach der Operation keine Flugreisen beruflich wie privat!
  • Legen Sie sich zu Hause Eiswürfel oder Kühlpads bereit zur Kühlung der Haut nach der Operation!

Wie wird der Eingriff durchgeführt?

  • Der ambulante Eingriff erfolgt in örtlicher Betäubung und Dämmerschlaf und dauert ca. 45min.

Was müssen Sie nach dem Eingriff beachten?

  • Das Hochlagern und Kühlen der Hand in den ersten 72 Stunden ist sehr wichtig.
  • Eine Ruhigstellung erfolgt durch eine Zwei-Finger-Handgelenks-Schiene für 2 Wochen und durch eine Fingerendgelenks-Schiene für weitere 4 Wochen.
  • Es ist sehr wichtig, dass alle Gelenke, die nicht im Verband oder in der Schiene eingeschlossen sind, mehrmals stündlich und in vollem Umfang bewegt werden. Die nicht betroffenen Finger sollten vollständig zur Faust geschlossen werden und wieder vollständig gestreckt werden. Für eine schmerzfreie Beübung können bei Bedarf rezeptfreie Ibuprofen-, Diclofenac- oder Paracetamol-Tabletten eingenommen werden. Beachten Sie bitte stets die Packungsbeilage!
  • Die Hautfäden werden nach 10 bis 14 Tagen entfernt.
  • Postoperative klinische Kontrollen empfehlen sich am 3. postoperativen Tag und nach 1 und 2 Wochen.
  • Die selbstständige Narbenmassage ab der 3. postoperativen Woche mit rückfettender Salbe (z. B. Bepanthen® Wund- und Heilsalbe, Linola® Fett Creme) verhilft zu unscheinbaren weichen Narben.
  • Röntgenkontrollen ohne Gipsschiene sind nach 6 Wochen und abschließend nach 6 Monaten empfehlenswert.
  • Der kleine Metallstift wird in der Regel nach 6 Wochen unter örtlicher Betäubung ambulant entfernt.
  • Eine Vollbelastung ist ab der 12. postoperativen Woche möglich.

Haben Sie noch Fragen? – Nutzen Sie unser Schnell-Kontaktformular

Ihr Centerplast-Team um PD Dr. Stéphane Stahl und Dr. Adelana Santos Stahl berät Sie gern.

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