Nervenengpasssyndrome – Karpal­tunnel­syndrom

Bei einem Nervenengpasssyndrom führt die Druckeinwirkung zu Taubheitsgefühl, Missempfindungen und Schmerzen bevorzugt nachts in der von diesem Nerv versorgten Körperregion. Je länger die Einengung besteht, desto schwerer und nachhaltiger sind die Schäden. Eine Operation kann dem Nerv mehr Platz verschaffen und ist – insbesondere im fortgeschrittenem Stadium – anderen Behandlungen überlegen.

Der Eingriff wird in Blutleere und mit Hilfe einer Lupenbrille durchgeführt, um die feinen Gewebsstrukturen besser differenzieren zu können.

Was ist ein Karpaltunnelsyndrom?

Liegt die Engstelle am beugeseitigen Handgelenk im Karpaltunnel schlafen Daumen, Zeige-, Mittel- und teilweise der Ringfinger ein. Im Karpaltunnel verlaufen Beugesehnen und der Mittelnerv (Nervus Medianus), die von einem Band überspannt werden. Der Zugang erfolgt zwischen Daumen- und Kleinfingerballen. Der Nerv wird in mikrochirurgischer Technik aus Verwachsungen gelöst und das überspannende Band wird erweitert. Bei entsprechender Nachsorge verbleibt eine kleine, feine, unscheinbare Narbe.

Wie können Sie sich auf den Eingriff vorbereiten?

  • Alle Ihre Fragen zu möglichen Komplikationen und alternativen Behandlungen sollten im Vorfeld beantwortet sein.
  • Schränken Sie Nikotin- und Alkoholkonsum auf ein Minimum ein!
  • Operationen schränken die Flugreisetauglichkeit ein. Planen Sie daher in den 4 Wochen nach der Operation keine Flugreisen beruflich wie privat!
  • Legen Sie sich zu Hause Eiswürfel oder Kühlpads bereit zur Kühlung der Haut nach der Operation!

Wie wird der Eingriff durchgeführt?

  • Der ambulante Eingriff erfolgt in örtlicher Betäubung und dauert ca. 30 Minuten.

Was müssen Sie nach dem Eingriff beachten?

  • Das Hochlagern und Kühlen der Hand in den ersten 72 Stunden ist sehr wichtig.
  • Stündlich sollten mehrmalig vollständige Faustschluss- und Fingerstreckungübungen durchgeführt werden.
  • Die Hautfäden werden nach 10 bis 14 Tagen entfernt.
  • Postoperative klinische Kontrollen empfehlen sich am 3. postoperativen Tag und nach 1 und 2 Wochen.
  • Die selbstständige Narbenmassage ab der 3. postoperativen Woche mit rückfettender Salbe (z. B. Bepanthen® Wund- und Heilsalbe, Linola® Fett Creme) verhilft zu unscheinbaren weichen Narben.
  • Unterschiedliche leichte Berührungsreize der Fingerkuppen, wie das Erlernen der Blindenschrift, fördern die Erholung des Nervens.

Haben Sie noch Fragen? – Nutzen Sie unser Schnell-Kontaktformular

Ihr Centerplast-Team um PD Dr. Stéphane Stahl und Dr. Adelana Santos Stahl berät Sie gern.

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