Was ist eine Dupuytren-Erkrankung?

Der Morbus Dupuytren ist eine gutartige Erkrankung des Bindegewebes der Handinnenfläche, die familiär gehäuft auftreten kann. Es kommt dabei zu einer strangförmigen Verhärtung und Schrumpfung des Gewebes, oft schleichend über Jahre und gelegentlich auch schubweise. In der Folge lassen sich meist der Ring- und der Kleinfinger nicht mehr strecken. Die Ursache der Erkrankung ist bislang weitgehend ungeklärt. Eine gezielte Therapie oder Vorbeugung ist daher nicht möglich.

Ist ein einzelner Strang gut zugänglich, kann er über einem kleinen Einstich mit einer Nadel durchtrennt werden. Flächige Gewebsverhärtung und ausgeprägte Versteifungen erfordern eine gute Übersicht, um die angrenzenden kleinen Nerven und Blutgefäße zu schonen. Daher wird mit Hilfe einer Lupenbrille und in Blutleere operiert. Über einen sorgsam gewählten Zugang im Bereich des Stranges wird das erkrankte Gewebe in mikrochirurgischer Technik schrittweise gelöst und entfernt. Eine gute Nachsorge ist von größter Bedeutung, um die Beweglichkeit wieder herzustellen.

Wie können Sie sich auf den Eingriff vorbereiten?

  • Alle Ihre Fragen zu möglichen Komplikationen und alternativen Behandlungen sollten im Vorfeld beantwortet sein.
  • Schränken Sie Nikotin- und Alkoholkonsum auf ein Minimum ein!
  • Blutverdünnende Medikamente (z. B. ASS, Thomapyrin®) müssen mindestens 10 Tage vor der Operation nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt abgesetzt werden.
  • Vitaminpräparate (A, E) und Nahrungsergänzungsmittel (Omega-3-Fettsäuren, Johanniskraut-Präparate usw.) müssen mindestens 4 Wochen vor der Operation abgesetzt werden.
  • Operationen schränken die Flugreisetauglichkeit ein. Planen Sie daher in den 6 Wochen nach der Operation keine Flugreisen beruflich wie privat!
  • Legen Sie sich zu Hause Eiswürfel oder Kühlpads bereit zur Kühlung der Haut nach der Operation!

Wie wird der Eingriff durchgeführt?

  • Die Durchtrennung der Stränge erfolgt ambulant, in örtlicher Betäubung und dauert 5 bis 10 Minuten.
  • Die Entfernung der Stränge wird in der Regel ambulant, bei ausgeprägtem Befund jedoch stationär durchgeführt, in Armbetäubung oder Vollnarkose und dauert 30 bis 120 Minuten je nach Anzahl der betroffenen Finger.

Was müssen Sie nach dem Eingriff beachten?

  • Das Hochlagern und Kühlen der Hand in den ersten 72 Stunden ist sehr wichtig.
  • Stündlich sollten mehrmalig vollständige Faustschluss- und Fingerstreckungsübungen durchgeführt werden. Es ist sehr wichtig, dass alle Gelenke mehrmals stündlich und in vollem Umfang bewegt werden. Für eine schmerzfreie Beübung können bei Bedarf rezeptfreie Ibuprofen-, Diclofenac- oder Paracetamol-Tabletten eingenommen werden. Beachten Sie bitte stets die Packungsbeilage!
  • Postoperative klinische Kontrollen empfehlen sich am 3. postoperativen Tag und nach 1 und 2 Wochen.
  • Die Hautfäden werden nach 10 bis 14 Tagen entfernt.
  • Die selbstständige Narbenmassage ab der 3. postoperativen Woche mit rückfettender Salbe (z. B. Bepanthen® Wund- und Heilsalbe, Linola® Fett Creme) verhilft zu unscheinbaren weichen Narben.

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Ihr Centerplast-Team um PD Dr. Stéphane Stahl und Dr. Adelana Santos Stahl berät Sie gern.

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