Entzündungs- und Reizzustände des Sehnengleitgewebes

Was sind Entzündungs- und Reizzustände des Sehnengleitgewebes?

Eine Sehnenscheidenentzündung ist eine Reaktion des Sehnengleitgewebes, die örtlich begrenzt mit Schwellung, Schmerzen, Überwärmung, einer Rötung und Bewegungseinschränkungen einhergehen kann. Nicht selten wird die Sehnenscheidenentzündung als Verlegenheitsdiagnose missbraucht für Schmerzen, die sich nicht genau zuordnen lassen. Die Diagnose sollte sich auf eine sorgfältige Untersuchung stützen, um andere Krankheitsbilder auszuschließen.

Sehnenscheidenentzündungen treten bevorzugt an Engpässe der Sehnenfächer auf.

Die A1 Ringbandstenose (auch „Schnappfinger“ genannt) ist die häufigste Sehnenscheidenentzündung. Zur Behandlung wird die Sehne über einen sorgsam gewählten Zugang aus ihrer Einengung befreit. Der Eingriff erfolgt in Blutleere und mit Hilfe einer Lupenbrille, um wichtigen Strukturen wie Nerven und Blutgefäße zu schonen. Bei Bedarf werden Verklebungen gelöst, die Sehne geglättet und das geschädigte Band oder Gleitgewebe entfernt. Von allen Behandlungsmethoden ist die Operation die wirksamste Methode zur dauerhaften Linderung der Beschwerden. Bei entsprechender Nachsorge verbleibt eine kleine, feine, unscheinbare Narbe.

Wie können Sie sich auf den Eingriff vorbereiten?

  • Alle Ihre Fragen zu möglichen Komplikationen und alternativen Behandlungen sollten im Vorfeld beantwortet sein.
  • Schränken Sie Nikotin- und Alkoholkonsum auf ein Minimum ein!
  • Operationen schränken die Flugreisetauglichkeit ein. Planen Sie daher in den 4 Wochen nach der Operation keine Flugreisen beruflich wie privat!
  • Legen Sie sich zu Hause Eiswürfel oder Kühlpads bereit zur Kühlung der Haut nach der Operation!

Was müssen Sie nach dem Eingriff beachten?

  • Das Hochlagern und Kühlen der Hand in den ersten 72 Stunden ist sehr wichtig.
  • Stündlich sollten mehrmalig vollständige Faustschluss- und Fingerstreckungsübungen durchgeführt werden.
  • Die Hautfäden werden nach 10 bis 14 Tagen entfernt.
  • Postoperative klinische Kontrollen empfehlen sich am 3. postoperativen Tag und nach 1 und 2 Wochen.
  • Die selbstständige Narbenmassage ab der 3. postoperativen Woche mit rückfettender Salbe (z. B. Bepanthen® Wund- und Heilsalbe, Linola® Fett Creme) verhilft zu unscheinbaren weichen Narben.

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Ihr Centerplast-Team um PD Dr. Stéphane Stahl und Dr. Adelana Santos Stahl berät Sie gern.

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