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Formung des Venushügels

Venushügel: Sinnbild der Schönheit und des erotischen Verlangens

Der Schamhügel beginnt auf Höhe des Schambeinastes etwa auf Höhe der Schambehaarung und erstreckt sich bis zu der vorderen Verbindungsstelle der beiden großen Schamlippen. Der jugendliche Venushügel ist schmal und zeichnet sich durch eine gute Hautspannkraft und moderatem Unterhautfettgewebe aus.

Eine Wölbung des Venus Hügels kann erblich bedingt sein. Mit dem Alter, nach Schwangerschaft oder nach Gewichtsschwankungen kann ein Hautüberschuss im Schambereich zurückbleiben. Hieraus ergeben sich häufig Schwierigkeiten beim Geschlechtsverkehr, hygienische Probleme und gegebenenfalls auch ein Schamgefühl.

Bei einer Verkleinerung des Venushügels wird überschüssiges Fettgewebe mit feinen Kanülen abgesaugt. Um ein harmonisches Gesamtbild zu erreichen, kann es manchmal hilfreich sein, Korrekturen zu kombinieren. Je nach Ausprägung kann eine Korrektur der Schamhügelregion in Verbindung mit einer Bauchdeckenstraffung sinnvoll sein, um natürliche Proportionen zu bewahren.

Wie wird eine Venushügelverkleinerung durchgeführt?

Bevor die Operation beginnt, wird mehrmals routinemäßig überprüft, ob alle notwendigen Vorkehrungen für die maximale Sicherheit des Patienten getroffen wurden. Erst wenn nach Checkliste alle Vorrausetzungen erfüllt sind, wird mit der Operation begonnen.

Vor dem Eingriff werden die zu behandelnden Areale in stehender Haltung markiert. Anschließend erhalten Sie über eine Kanüle ein Schlafmittel, sodass die weiteren Geschehnisse an Ihnen vorbeigehen.

Wird der Eingriff im Dämmerschlaf durchgeführt, so bekommen Sie Medikamente, die Ihnen die Angst nehmen und die Schmerzempfindlichkeit verringern. Dann spritzt der Chirurg/die Chirurgin eine sterile physiologische Wasser-Adrenalin-Lösung mit Betäubungsmittel ein („Tumeszenz-Lokalanästhesie“). Innerhalb von fünf bis zehn Minuten sind die Operationsgebiete gefühllos. Wenn Sie nicht ohnehin tief schlafen, spüren Sie allenfalls, dass an der Körperoberfläche etwas vor sich geht. Im Falle einer Vollnarkose ersetzen die zentral wirkenden Schmerzmittel das örtliche Betäubungsmittel der Wasser-Adrenalin-Lösung.

Die angezeichneten Bereiche werden unterspritzt, um schonender zu operieren und der Ausbildung von Blutergüssen und von Konturunregelmäßigkeit vorzubeugen („Tumeszenz-Technik“). Mit feinen Mikrokanülen wird das Gewebe unterspritzt und das Fett abgesaugt. Die Hautschnitte von etwa zwei bis drei Millimeter werden in Hautfalten versteckt. Nachdem das Gewebe infiltriert und gelöst wurde, wird das überschüssige Fettgewebe durch Vakuum mithilfe einer Aspirationskanüle entfernt. Die Kanülen werden über mehrere Öffnungen eingeführt und fächerförmig geführt, um ein möglichst gleichmäßiges Absaugbild zu erreichen. Ist die Haut stark erschlafft, wird der Schamhügel über einen waagrechten Zugang im Schamhaarbereich gestrafft. Die Wunden werden anschließend mit feinen Fäden genäht, die nach etwa zehn Tagen entfernt werden können. Zum Schluss wird ein Kompressionsverband angelegt. Der Verband vermindert Schwellung und Schmerzen und passt die Haut den neue Konturen an.

Unmittelbar nach der Operation werden Sie in einem sogenannten Aufwachraum kontinuierlich überwacht. Sie können nach dem vollständigen Erwachen etwas trinken und, wenn Sie dies gut vertragen, auch etwas essen. Bei dem ersten Gang zur Toilette werden Sie von unserem Pflegepersonal unterstützt. Bevor Sie die Praxis verlassen, werden Kontrolltermine vereinbart und die Verhaltensmaßnahmen ausführlich mit Ihnen besprochen. Sie bekommen einen umfangreichen schriftlichen Bericht und eine Telefonnummer ausgehändigt, unter der Sie den Chirurgen oder die Chirurgin im Notfall 24 Stunden am Tag erreichen.

Vor, nach und sogar während der Operation können Sie mit einer Virtual-Reality-Brille Kinofilme oder Ihre Lieblingsserien anschauen. Das ist nicht nur unterhaltsam, die Ablenkung führt auch nachweislich zu einer geringeren Schmerzempfindlichkeit.

Wie können Sie sich auf eine Venushügelverkleinerung vorbereiten?

  • Alle Ihre Fragen zu möglichen Komplikationen und alternativen Behandlungen sollten vor der Operation beantwortet sein.
  • Der OP-Zeitpunkt sollte möglichst weit von der Menstruation entfernt liegen.
  • Der Genitalbereich sollte frei von Infekten, Feigwarzen oder Entzündungen sein.
  • Die Intimrasur kann zu Hautreizung oder -verletzung führen. Zur Minimierung von Entzündungsrisiken sollte daher in der Woche vor der Operation lediglich eine elektrische Haarschneidemaschine benutzt werden.
  • Duschen Sie am Tag der Operation mit einer desinfizierenden Seife (z. B. HiBiScrub® Plus, Octenisan® Wash Lotion, Prontoderm® Shower Gel).
  • Schränken Sie Nikotin- und Alkoholkonsum auf ein Minimum ein.
  • Die Einnahme hormonhaltiger Medikamente (Pille) ist gegebenenfalls vorübergehend einzustellen.
  • Blutverdünnende Medikamente (z. B. ASS, Thomapyrin®) müssen mindestens zehn Tage vor der Operation nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt abgesetzt werden.
  • Vitaminpräparate (A, E) und Nahrungsergänzungsmittel (Omega-3-Fettsäuren, Johanniskraut-Präparate usw.) müssen mindestens vier Wochen vor der Operation abgesetzt werden.
  • Operationen schränken die Flugreisetauglichkeit ein. Planen Sie daher in den vier Wochen nach der Operation keine Flugreisen beruflich wie privat.
  • Vor der Durchführung ästhetischer Eingriffe sollte eine Folgekostenversicherung abgeschlossen werden.

Was müssen Sie nach einer Venushügelverkleinerung beachten?

  • Regelmäßige Kontrollen Ihres Wohlbefindens und des Operationsergebnisses schließen sich an.
  • Nach der Intimoperation sollten Sie 14 Tage die frischen Nähte jeweils morgens und abends desinfizieren (z. B. mit Octenisept® oder Lavanid® Gel).
  • Duschen Sie mit einer desinfizierenden Seife (z. B. HiBiScrub® Plus, Octenisan® Wash Lotion, Prontoderm® Shower Gel) ab dem ersten postoperativen Tag.
  • Regelmäßiges Kühlen hilft, die unvermeidliche Schwellung gering zu halten. Nach drei Wochen ist die Schwellung weitestgehend abgeklungen.
  • In der Regel können Sie am Tag nach der Operation Ihre Arbeit wieder aufnehmen. Wir empfehlen jedoch die ersten zehn Tage nach der Operation wenig zu sitzen.
  • In den ersten drei Wochen nach der Operation sollten keine Tampons verwendet werden.
  • Bücken, Heben schwerer Lasten, Schwimmen, Saunieren, Geschlechtsverkehr und sportliche Betätigungen sollten vier Wochen lang vermieden werden, eventuell länger, wenn noch Schwellungen bestehen.

Haben Sie noch Fragen? – Nutzen Sie unser Schnell-Kontaktformular

Ihr Centerplast-Team um PD Dr. Stéphane Stahl und Dr. Adelana Santos Stahl berät Sie gern.

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