Wie Narben am besten heilen

Narben stellen nicht nur ein ästhetisches Problem dar, sie können auch funktionell einschränken.

So entsteht eine Narbe:

Ziel einer guten Hautnaht ist eine spannungsfreie, schonende und exakte Adaptation der Wundränder, damit die Wunde möglichst unscheinbar und rasch verheilt. Daher werden Wunden idealerweise mit sehr feinen Fäden und unter optischer Vergrößerung genäht.

  • 1. Woche: In diesen Tagen bildet sich Wundschorf.
  • 2. Woche: Endgültiges Narbengewebe entsteht, die Wunde zieht sich zusammen.
  • 3. Woche: Das Narbengewebe beginnt sich aufzuhellen und flacht langsam ab. Die Narbe hat 20 % ihrer endgültigen Festigkeit erreicht.

Die Narbenheilung braucht 6 bis 12 Monate. In den ersten Monaten sind Narben gerötet, eventuell schmerzhaft oder juckend und manchmal leicht über das Hautniveau erhaben.

In der Regel sind Narben nach einem Jahr blass, weich, schmerzlos und flach.

Was kann ich zu einer günstigen Narbenheilung beitragen?

UV-Strahlen (Sonne oder Solarium) können zu einer dauerhaften dunklen Verfärbung der Narbe führen. Schützen Sie daher Ihre Narbe mit Lichtschutzfaktor 50 oder UV-undurchlässiger Kleidung insbesondere im ersten Jahr.

Die Wund- und Narbenheilung wird durch folgende Faktoren negativ beeinflusst: Rauchen, übermäßige Bewegung oder Keimbesiedelung.

In der dritten postoperativen Woche kann die Narbenheilung unterstützt werden durch mehrfach tägliches Massieren für einige Minuten kreisförmig, sowie längs und quer zum Narbenverlauf mit fettenden Cremes (z. B. Bepanthen® Salbe).

Silikonpflaster beugen der Wulstbildung vor und machen die Narbe weicher. Hierfür sollte das Silikonpflaster kontinuierlich über ein Jahr getragen werden.

Eine Kompressionsbehandlung durch spezielle Kompressionswäsche unterstützt gleichermaßen eine günstige Narbenausheilung. Auch muss die Kompressionswäsche kontinuierlich während der gesamten Dauer der Narbenausheilung, also ein Jahr, getragen werden.

Narbenkorrektur

Da bis zum einem Jahr nach dem Wundverschluss die Narben spontan blasser, flacher, weicher und die Schmerzen geringer werden, sollten chirurgische Narbenkorrekturen nicht früher durchgeführt werden. Bei medizinischen Indikationen, also beispielsweise funktionellen Einschränkungen, werden die Behandlungskosten in der Regel von der Krankenkasse übernommen.

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Ihr Centerplast-Team um PD Dr. Stéphane Stahl und Dr. Adelana Santos Stahl berät Sie gern.

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