Verbrennungsfolgen – Narbenbehandlung

Verbrennungen, Verbrühungen oder Verätzungen verursachen leider häufig großflächige Wunden. Je nach Schweregrad und Körperregion können entstellende Narben entstehen.

Wie können Verbrennungsfolgen behandelt werden?

Eine Vielzahl von Behandlungen können die Beschwerden lindern und das Aussehen verbessern. Zunächst wird im Rahmen der Untersuchung festgestellt, ob verdicktes oder wucherndes Narbengewebe vorliegt. Darüber hinaus wird die Narbe auf Ihre Beschaffenheit, die Konturen, das Empfinden und die Beeinträchtigung der Beweglichkeit (zum Beispiel von Gelenken, der Augenlider oder des Mundes) untersucht.

Je nach Größe und Beschaffenheit der Narbe sowie der betroffenen Körperregionen stehen unterschiedliche Behandlungen zur Verfügung:

  • Chirurgisches Needling
  • Plastisch chirurgische Gewebeverschiebungen und Formung (W-, Z- oder Doppel-Z-Plastiken)
  • Stammzelltransplantationen aus eigenem Fettgewebe
  • Hauttransplantationen
  • Gewebedehnung

Wie können Sie sich auf den Eingriff vorbereiten?

  • Alle Ihre Fragen zu möglichen Komplikationen und alternativen Behandlungen sollten im Vorfeld beantwortet sein.
  • Schränken Sie Nikotin- und Alkoholkonsum auf ein Minimum ein!
  • Blutverdünnende Medikamente (z. B. ASS, Thomapyrin®) müssen mindestens 10 Tage vor der Operation nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt abgesetzt werden.
  • Vitaminpräparate (A, E) und Nahrungsergänzungsmittel (Omega-3-Fettsäuren, Johanniskraut-Präparate usw.) müssen mindestens 4 Wochen vor der Operation abgesetzt werden.
  • Bei einer Needling-Behandlung ist eine vierwöchige Vorbehandlung mit einer Vitamin-A- und Vitamin-C-haltigen Creme vorteilhaft.
  • Operationen schränken die Flugreisetauglichkeit ein. Planen Sie daher in den 6 Wochen nach der Operation keine Flugreisen beruflich wie privat!

Wie wird der Eingriff durchgeführt?

  • Die Form der Schmerzausschaltung (Betäubung oder Narkose) und die Dauer des Eingriffes richten sich nach dem individuellen Befund.
  • In aller Regel kann eine Narbe ambulant behandelt werden.

Was müssen Sie nach dem Eingriff beachten?

  • Postoperative klinische Kontrollen empfehlen sich am 3. postoperativen Tag und nach 1 und 2 Wochen.
  • UV-Strahlen (Sonne oder Solarium) können zu einer dauerhaften dunklen Verfärbung der Narbe führen. Schützen Sie daher Ihre Narbe mit Lichtschutzfaktor 50 oder UV-undurchlässiger Kleidung insbesondere im ersten Jahr!
  • Die Wund- und Narbenheilung wird durch folgende Faktoren negativ beeinflusst: Rauchen, übermäßige Bewegung oder Keimbesiedelung.
  • In der dritten postoperativen Woche kann die Narbenheilung unterstützt werden durch mehrfach tägliches Massieren für einige Minuten kreisförmig, sowie längs und quer zum Narbenverlauf mit fettenden Cremes (z. B. Bepanthen® Salbe).
  • Silikonpflaster beugen der Wulstbildung vor und machen die Narbe weicher. Hierfür sollte das Silikonpflaster kontinuierlich über ein Jahr getragen werden.
  • Eine Kompressionsbehandlung durch spezielle Kompressionswäsche unterstützt gleichermaßen eine günstige Narbenausheilung. Auch muss die Kompressionswäsche kontinuierlich während der gesamten Dauer der Narbenausheilung, also ein Jahr, getragen werden.

Haben Sie noch Fragen? – Nutzen Sie unser Schnell-Kontaktformular

Ihr Centerplast-Team um PD Dr. Stéphane Stahl und Dr. Adelana Santos Stahl berät Sie gern.

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