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    Was sind Lipome?

    Das Lipom ist der häufigste gutartige Weichteiltumor. Am häufigsten werden Lipome im Unterhautfettgewebe angetroffen. Oberflächliche, unter der Haut liegende Lipome sind ein wenig verschieblich. Sie fühlen sich weich an und verursachen keine Schmerzen. Selten können Lipome zu einer Einengung des Mittelarmnervs (Nervus medianus) oder des Ellennervs (Nervus ulnaris) führen. Im Ultraschall lassen sich Lipome in der Regel gut erkennen. Bei enger Nachbarschaft zu Nerven oder Gefäßen sowie bei untypischem Untersuchungsbefund ist eine Kernspinuntersuchung hilfreich. Sehr selten ist eine bösartige Veränderung möglich. Hinweise darauf liefert ein schnelles Wachstum oder Schmerzen. Bösartige Liposarkome betreffen tendenziell Patienten zwischen dem fünfzigstem und dem 65. Lebensjahr.

    Was sind die am häufigsten vorkommenden gutartigen Tumore des Weichteilgewebes?

    • Atherome: Ein Atherom ist ein mit gelblich-weißem Tag gefüllter Hohlraum im Unterhautgewebe. Es entsteht durch eine Abflussstörung der Talgdrüsen. Bei Größenzunahme, oder bei Entzündungsgefahr, kann eine operative Entfernung erfolgen.
    • Lipome: Ein Lipom ist eine gutartige Wucherung von Fettgewebszellen. In seltenen Fällen kann die Wucherung jedoch bösartig sein. Nur eine chirurgische Entfernung kann die Diagnose sichern.

    Wie wird die Entfernung eines Tumors des Weichteilgewebes durchgeführt?

    Der Eingriff zur Entfernung eines Lipoms erfolgt je nach Bedarf in örtlicher Betäubung, Vollnarkose oder im Dämmerschlaf. Zur örtlichen Betäubung gibt es zwei Optionen. Entweder wird die Haut im Operationsbereich betäubt oder der Chirurg betäubt gezielt den Nerv, der das OP-Gebiet versorgt. Beim Dämmerschlaf erhalten Sie zusätzlich Beruhigungsmittel sowie Schmerzmittel über den Blutkreislauf. Um besonders schonen zu operieren und den Blutverlust gering zu halten, wird die Haut mit einer Adrenalin-Lösung unterspritzt. Die Haut über dem tastbaren Geschwulst oder an einer für die Narbenbildung günstigen nahgelegenen Stelle wird inzidiert. Kleinere Gefäße werden mit der bipolaren Technik verödet. Gutartige Veränderungen, die sich gut abgrenzen lassen, werden dann verschlossen. Idealerweise werden sehr feinen Fäden und eine optische Vergrößerung benutzt. Damit die Wunde möglichst unscheinbar und rasch verheilt, werden die Wundränder schonend und exakt adaptiert.

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    Zum Autor

    Privatdozent Dr. Stéphane Stahl

    “Wir liefern Ihnen umfangreiches Experten-Wissen, um gemeinsam mit Ihnen den bestmöglichen Behandlungsweg auszuwählen.”

    Privatdozent Dr. med. Stéphane Stahl ist ehemaliger Direktor der Klinik für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie / Handchirurgie am Klinikum Lüdenscheid. Dr. Stahl studierte Medizin an den Universitäten Freiburg und Berlin. 2011 legte er die Europäische und 2012 die Deutsche Facharztprüfung für Plastische und Ästhetische Chirurgie ab. Es folgten weitere Facharztqualifikationen und Zusatzqualifikationen (u.a. Qualitätsmanagement, Medizindidaktik, Physikalische Therapie, Notfallmedizin, Laserschutzbeauftragte, Handchirurgie) sowie Preise und Auszeichnungen. 2015 habilitierte er sich im Fach Plastische und Ästhetische Chirurgie in Tübingen. Er ist ein erfahrener Mikrochirurg, gefragter Gutachter und regelmäßiger Referent auf Fachkongressen. Stéphane Stahl wurde nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren zum Mitglied der American Society for Aesthetic Plastic Surgery (ASAPS), eine der weltweit größten und einflussreichsten Fachgesellschaften für Ästhetische Chirurgie. Zu seinen Autorenschaften gehören u.a. zahlreiche Beiträge in angesehenen peer review Zeitschriften und chirurgischen Standardlehrwerken.

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