Ihre Fragen – unsere Antworten

    Eigenbluttherapie

    Was ist eine Eigenblutbehandlung?

    Die Erneuerung von körpereigenem Gewebe ist der Heilige Gral der Medizin. Fast täglich erweitert die Wissenschaft unser Verständnis darüber, wie sich Zellen regenerieren. Bereits 1974 wurde beschrieben, dass Bestandteile des Blutes, die sogenannten Blutplättchen, die Erneuerung von Zellen anregen (Ross R, Glomset J, et al., 1974, Proc Natl Acad Sci U S A.). Blutplättchen, auch Thrombozyten genannt, sind kernlose Zellelemente, die aus Vorläuferzellen im Knochenmark gebildet werden. Ein gesunder Mensch besitzt etwa 150.000 bis 400.000 Thrombozyten pro Mikroliter Blut. Der Name Blutplättchen oder auf Englisch „platelet“ leitet sich von der flachen, scheibenartigen Form der Thrombozyten ab. Sie haben einen Durchmesser von kaum zwei Mikrometer und besitzen kleine Bläschen namens Granula, in denen Botenstoffe gespeichert sind.

    Bei einer Freisetzung der Botenstoffe kommt es zu einer Vermehrung von Zellen des Bindegewebes und der Gerüstbauteile um die Zellen herum. Die Botenstoffe der Thrombozyten fördern den Aufbau von Kollagen (Pierce GF, Mustoe TA, et al., 1989, J Cell Biol.). Auch die Entwicklung neuer Zellen aus Stammzellen wird angeregt. Die Hautfarbe, zum Bespiel bei dunklen Augenringen, wird gleichmäßiger. Bei der Anti-Aging-Behandlung mit körpereigenem Blutkonzentrat werden die Hauttextur und Hautelastizität verbessert und die Tiefe von Falten im Gesicht und Dekolleté verringert. In diesem Zusammenhang spricht man bei dieser schonenden Lifting-Methode im Volksmund auch vom sogenannten Vampir Lifting oder Vampire Lift.

    Darüber hinaus wird die Eigenblutbehandlung in bestimmten Fällen auch gegen Haarausfall eingesetzt und ist eine beliebte Alternative zu einer kostspieligen Haartransplantation. Die Haarausfall-Therapie mit Eigenblut führt an den kahlen Stellen zu einer effektiven Zunahme der Haarfollikel und fördert somit die Entstehung neuer Haare mit dem Ergebnis eines volleren Haares. Die Haardicke sowie die Dichte des Haars bei altersbedingtem und kreisrundem Haarausfall nimmt zu. Das Ergebnis ist jedoch nicht bei diffusem Haarausfall zu erwarten.

    Bei der PRP Haarwurzelbehandlung wird das Eigenblut an der Kopfhaut unterspritzt, um bei Haarverlust die Entstehung neuer Haarwurzeln zu fördern und somit das Haarwachstum anzuregen.

    Bei einer Eigenblutbehandlung werden die regenerierenden Eigenschaften der Thrombozyten genutzt. Die körpereigenen Blutplättchen werden in konzentrierter Form verabreicht, daher der Name plättchenreiches Plasma oder PRP (platelet rich plasma). Die hautverjüngende Wirkung von Blutplättchen wurde 2009 beschrieben und ist mittlerweile gut erforscht (Cervelli V, Palla L, et al., 2009, Aesthetic Plast Surg.).

    Vorteile der Eigenblutbehandlung

    Die Behandlung mit dem körpereigenen Plasma zeichnet sich bei der Bewertung nach allgemeingültigen Maßstäben durch folgende Vorteile aus:

    • Faktengestützte Wirksamkeit: Es gibt von Monat zu Monat mehr hochwertige und aussagekräftige Studien zur Therapie, die den Nutzen zweifelsfrei belegen.
    • Hohe Sicherheit: Die Risiken einer allergischen Reaktion, einer Unverträglichkeit oder die Übertragung einer Krankheit sind bei der Eigenblutbehandlung ausgeschlossen.
    • Hohe pharmazeutische Qualität: Eine hygienisch fachärztliche Blutabnahme und die Verwendung geschlossener Systeme gewährleistet eine reine, einheitliche und normkonforme Herstellung.
    • Kosteneffektivität und Wirtschaftlichkeit: Im Labor hergestellte Botenstoffe in vergleichbaren Konzentrationen kosten mehrere tausend Euros.
    • Verfügbarkeit: Im Durchschnitt produziert ein Erwachsener jeden Tag ein hundert Milliarden Blutplättchen, um eine normale Thrombozytenzahl aufrechtzuerhalten. Bei Bedarf kann der Körper die Bildung neuer Blutplättchen um das zehnfache erhöhen (Kaushansky K., 2015, J Clin Invest). Bei einer PRP Behandlung werden also weniger als 0,01 Prozent der täglichen gebildeten Blutplättchen verwendet.

    Wer ist für eine Eigenbluttherapie geeignet?

    Der Nutzen der Eigenbluttherapie ist in hunderten von Studien vor allem zur Behandlung des erblich bedingten Haarausfalls, der Behandlung von Narben, von Schwangerschaftsstreifen und zur Hautverjüngung nachgewiesen. Die Eigenblutbehandlung kann allein oder in Verbindung mit anderen Verfahren eingesetzt werden. Für die Anwendung der Eigenblut-Therapie gibt es keine Altersbeschränkungen, sodass sich manche Patienten auch schon frühzeitig bei beginnendem Haarausfall oder bei ersten Alterungserscheinungen der Haut für eine Eigenblutbehandlung interessieren bzw. entscheiden. Bei Patienten ab dem 45. Lebensjahr und bei Zuckerkrankheit sind oft mehr Behandlungen notwendig, da die Konzentration einiger Wachstumsfaktoren mit dem Alter geringer ist (Tian J, Lei XX, et al., 2019, Platelets).

    Bei schweren Grunderkrankungen raten wir allgemein von ästhetischen Behandlungen ab. Dies betrifft sowohl seltene erblich bedingte Erkrankungen der Blutplättchen, wie auch Blutarmut, Grippe oder Fieber. Die Einnahme blutverdünnender Medikamente (zum Beispiel Aspirin®, Thomapyrin®, Ibuprofen, Diclofenac) und Kortison-Präparate sollten zwei Wochen vor einer Behandlung und zwei Tage nach einer Behandlung vermieden werden, da diese Medikamente die Konzentration von Wachstumsfaktoren beeinträchtigen.

    Ablauf der Eigenblutbehandlung

    Vor jeder Behandlung, prüft die Fachärztin oder der Facharzt, mit welcher Maßnahme, nach dem Stand der Wissenschaft, Ihre Ziele am besten erreicht werden. Eine genaue Untersuchung und eine gute Beratung sind wichtig für den Erfolg jeder Behandlung. Anschließend wird Ihnen, wie bei einem allgemeinen Gesundheits-Check, etwa 20 Milliliter Blut abgenommen. Damit das Eigenblut nicht unmittelbar nach der Entnahme verklumpt, wird das Kalzium im Blut gebunden. Dies geschieht durch die Zugabe von Gerinnungshemmern wie zum Beispiel Citrat. Das ungerinnbar gemachte Blut wird dann in einer Laborzentrifuge geschleudert. Dadurch trennen sich die Blutbestandteile nach ihrer Dichte auf. Die Blutplättchen reichern sich an einer bestimmten Stelle im Reagenzglas an.

    Bei der Aufbereitung sollte ein schonendes Verfahren eingesetzt werden und auf eine vorsichtige Handhabung der Blutplättchen geachtet werden. Zur Herstellung des Eigenblutes stehen spezielle Aufbereitungssysteme zur Verfügung. Aus eigener langjähriger Erfahrung haben sich geschlossene Systeme bewährt. Dabei kann weder das Blut aus dem Reagenzglas austreten, noch kann von außen etwas in das Reagenzglas gelangen. Dieser Prozess ist hygienischer, standardisiert und besser reproduzierbar. Hierfür stehen mehrere kommerziell hergestellte Systeme zur Verfügung, zum Beispiel Regenkit®, ACP Arthrex®. Die Systeme einschließlich der Zentrifuge sollten in der EU zugelassen sein, beziehungsweise eine CE-Kennzeichnung haben.

    Bei gewissen Systemen kommt zur Auftrennung der Blutplättchen zusätzlich ein Gel Filter zum Einsatz. In der Regel erreicht die Thrombozytenkonzentrationen das 2- bis 9-fache über dem Blutwert. Konzentrationen von mehr als einer Million Blutplättchen pro Mikroliter werden im Allgemeinen als wirksam angesehen (Chamata ES, et al., 2021, Plast Reconstr Surg.). Damit die Blutplättchen ausreichend mit Nährstoffen versehen sind, sollten zu hohe Konzentrationen vermieden werden (Straum OK., 2020, PeerJ.).

    Der Kontakt mit bestimmten Substanzen regt die Blutplättchen an, ihre Botenstoffe freizusetzen. Daher wird gelegentlich den konzentrierten Thrombozyten Kalzium oder Thrombin zugefügt. Bei dem Zusatz von Thrombin ist zu beachten, dass allergische Reaktionen auftreten können. Innerhalb weniger Minuten setzen die Zusatzstoffe die Gerinnung beziehungsweise die Verklumpung der Thrombozyten in Gang. Da das Kollagen im Unterspritzten Gewebe die Thrombozyten gleichfalls aktiviert und in Studien die Wirksamkeit der Eigenblutbehandlung ohne Zusatzstoffe gezeigt werden konnte, verzichten wir auf Zusatzstoffe (Mishra, A., Pavelko, T. 2006, Am J Sports Med.). Ohne Zusatzstoffe setzen die Blutplättchen die Botenstoffe allmählich im Gewebe frei.

    Für die vorsichtige Unterspritzung der Blutplättchen werden besonders feine Kanülen verwendet. Betäubungscreme, die sogenannte „Vibrationsanästhesie“ und unterstützende Maßnahmen wie eine ablenkende Hintergrundmusik oder Aromatherapie sorgen für eine angenehme fast schmerzfreie Behandlung. Das Volumen der Unterspritzung unterscheidet sich je nach Ort und Behandlung. Im Allgemeinen werden etwa 0,3 Milliliter pro Quadratzentimeter Hautoberfläche unterspritzt.

    Eigenblutbehandlung gegen Aknenarben

    Es herrschen viele Irrglauben über die Ursachen, die Behandlung und die Folgen von Akne. Das Gerücht einer harmlosen Erkrankung hat die Wissenschaft längst widerlegt. Es zeigt sich, dass Akne und deren Folgen mit Stress, sozialem Rückzug, Stigmatisierung, Angst, Depressionen, sexuellen Funktionsstörungen und Selbstmordgedanken verbunden sind (Stamu-O’Brien C, et al, 2021, J Cosmet Dermatol.).

    Die Anwendung von Eigenblut in Verbindung mit einer Microneedling Behandlung führt zu einem feineren Hautbild, einem gleichmäßigeren Teint und weniger sichtbaren Narben. In Studien lässt sich eine hohe Zufriedenheit der Patienten nachweisen (Long T, Gupta A, et al., 2020, J Cosmet Dermatol.). Eine leichte Schwellung oder Rötung der Haut bessern sich innerhalb weniger Stunden. Die sichtbaren Ergebnisse sind dauerhaft und bereits nach 3 Monaten sichtbar. Wir empfehlen drei bis sechs Sitzungen im Abstand von zwei bis vier Wochen.

    Eigenblutbehandlung gegen Augenringe

    Verschiedene Merkmale können zur Ausbildung von Augenringen beitragen. Die Ursachen sind erblich bedingt und werden durch Stress, Schlafmangel, viel Sonneneinstrahlung oder Zigarettenrauchen verstärkt. Eine wirksame Behandlung der Augenringe richtet sich gezielt nach dem individuellen Befund. Entsprechend der unten aufgeführten Untersuchungsbefunde werden wir Ihnen unterschiedliche Empfehlungen bzgl. der geeigneten Anti-Aging-Methoden geben:

    • Ablagerung des Hautpigments Melanin

    Leichte Augenringe und Tränenrinnen, die durch die Ablagerung von Hautpigmenten zustande kommen, können wirksam und sicher mit einer Eigenblutunterspritzung behandelt werden (Aust M, et al., 2018, Cureus; Mehryan P, et al., 2014, J Cosmet Dermatol.). Die übermäßige Bildung von Hautpigmenten wird durch die Wachstumsfaktoren der Eigenblutbehandlung (TGF und EGF) unterdrückt (Kim DS, et al., 2004, Int J Biochem Cell Biol.).

    • Durchschimmernde Haargefäße

    Volumendefizit unter den Augen wird dauerhaft durch die Unterspritzung von Eigenfett oder durch eine Korrektur der Fettpolster im Rahmen einer Unterlidstraffung korrigiert (Hedén P, et al., 2021, Aesthet Surg J.). Die Unterspritzung von Eigenfett sorgt für harmonische Konturen und verbessert die Hautqualität (Yin Y, et al., 2020, J Plast Reconstr Aesthet Surg. 2020). Eine Eigenfettbehandlung wird daher auch häufig mit der Entfernung überschüssiger Lidhaut oder mit einem Facelift kombiniert. Auch eine vorübergehende Korrektur mit Filler ist möglich und bietet den Vorteil einer sehr geringen Ausfallzeit.

    • Schattenbildung durch Erschlaffung des Bindegewebes und Fettgewebsschwund

    Volumendefizit unter den Augen wird dauerhaft durch die Unterspritzung von Eigenfett oder durch eine Korrektur der Fettpolster im Rahmen einer Unterlidstraffung korrigiert (Hedén P, et al., 2021, Aesthet Surg J.). Die Unterspritzung von Eigenfett sorgt für harmonische Konturen und verbessert die Hautqualität (Yin Y, et al., 2020, J Plast Reconstr Aesthet Surg. 2020). Eine Eigenfettbehandlung wird daher auch häufig mit der Entfernung überschüssiger Lidhaut oder mit einem Facelift kombiniert. Auch eine vorübergehende Korrektur mit Filler ist möglich und bietet den Vorteil einer sehr geringen Ausfallzeit.

    • Schattenbildung durch Hautfältchen

    Bei dünner, trockener und unelastischer Haut empfehlen wir die Kombination einer Eigenblutbehandlung mit einem Micro Needling. Dadurch wird eine Zunahme des Kollagengehalts, der Elastizität und der Hautdicke erreicht, die sich positiv auf kleine Fältchen in der Haut auswirkt. Ein Hautüberschuss bedarf jedoch einer gezielten Korrektur durch eine Unterlidstraffung. Mehr erfahren Sie auf unsere Seite unterlidstraffung

    Eigenblutbehandlung gegen Krähenfüße

    Krähenfüße sind ein Anzeichen für eine verminderte Hautelastizität. In klinischen Studien lässt sich nachweisen, dass sich Krähenfüße nach drei bis sechs Eigenblutbehandlungen deutlich glätten (Everts PA, et al., 2018, J Cosmet Dermatol; Jiménez Gómez N, et al., 2018, J Cosmet Dermatol.). Sowohl die Anzahl wie auch die Tiefe der Falten nehmen ab. Die Ergebnisse halten mindestens sechs Monate an. Durch die Kombination der Eigenblutbehandlung mit anderen Verfahren kann die Wirkung verstärkt werden. Wir empfehlen Ihnen eine Eigenblutunterspritzung zusammen mit einer Microneedling-Behandlung, da so bessere Ergebnisse erzielt werden, als nach einer Eigenblutbehandlung in Verbindung mit Peeling Behandlungen (El-Domyati M, et al., 2018, Int J Dermatol.).

    Eigenblutbehandlung gegen Falten

    Die körpereigenen Wachstumsfaktoren der Eigenblutbehandlung aktivieren Zellen des Bindegewebes und erhöhen den Kollagengehalt der Haut. Die Hautbeschaffenheit wird verjüngt und der Hautton wird gleichmäßiger. Beginnende Alterserscheinungen der Gesichtshaut lassen sich durch die Unterspritzung von Eigenblut verbessern (Kim DH, et al., 2011, Ann Dermatol.). Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass die Ausrichtung der Kollagenfasern nach der Kombinationsbehandlung dem Muster jüngerer Haut entspricht. Feinschichtige Untersuchungen zeigen, dass die geschädigten elastischen Fasern der Haut abgebaut werden (El-Domyati M, et al., 2018, Int J Dermatol.).

    Eigenblutbehandlung für sonnengeschädigte Haut

    Besonders hellhäutige Menschen reagieren empfindlich auf Sonneneinstrahlung. Die UV-Strahlung führt zu ersten Falten oft schon vor dem 30. Lebensjahr. Tiefe Falten im Alter von 40-50 Jahren können Menschen älter aussehen lassen, als sie sind. Die Ultraviolette Strahlung aktiviert bestimmte Enzyme, auch Metalloproteinasen genannt, die den Abbau von Kollagen beschleunigen (Evans AG, et al., 2021, Arch Dermatol Res.). Die von Blutplättchen hergestellten Wachstumsfaktoren PDGF, TGF, VEGF, IGF und EGF verbessern die Hautbeschaffenheit. Hierfür sind in der Regel drei bis sechs Behandlungen erforderlich.

    Eigenblutbehandlung für ein faltenfreies Dekolleté

    Häufig ist besonders das Dekolleté sehr von der Sonne verwöhnt. Die Sonneneinstrahlung kann zu dunklen Hautflecken und Gefäßzeichnungen im Dekolleté führen. Der Gehalt an Kollagen und Elastin der Haut nimmt ab. Feine Fältchen können die Haut vorgealtert erscheinen lassen. Die Eigenblutbehandlung in Kombination mit dem Microneedling eignet sich besonders um Hautflecken zu minimieren. Die Wirksamkeit und die Sicherheit dieser Behandlungskombination ist wissenschaftlich gut belegt (Michel Bailey AJ, et al., 2021, J Am Acad Dermatol.). Sowohl das Microneedling wie auch die Eigenblutbehandlung erhöhen den Kollagen und den Elastin Gehalt der Haut nachweislich (Wamsley CE, et al., Aesthet Surg J. 2021; Cho EB, Park GS, et al., J Cosmet Dermatol. 2019). Wir empfehlen Ihnen daher die Kombination beider Behandlungen zur Verminderung der Falten im Dekolleté. Durch drei bis sechs Behandlungen im Abstand von etwa vier Wochen lassen sich sichtbare und messbare Verbesserungen erreichen.

    Eigenblutbehandlungen gegen Schwangerschaftstreifen

    Dehnungsstreifen oder Schwangerschaftsstreifen sind unschöne Einrisse in der Unterhaut, die bei Frauen wie bei Männern allen Alters auftreten können. Wenn die Dehnungsstreifen erstmalig auftreten, meist in der Pubertät, imponieren sie als rote Streifen (auf lat. Striae rubrae). Nach einigen Monaten verblassen die Streifen und es bleibt ein unschöner weißer Riss in der Haut zurück (auf lat. Striae albae). Am häufigsten sind Frauen während der Pubertät oder der Schwangerschaft betroffen. Dehnungsstreifen treten bevorzugt an den Oberschenkeln, den Hüften, dem Gesäß und der Brust auf. Es gibt viele Hinweise für die Wirksamkeit der Eigenblutunterspritzung zur Behandlung von Schwangerschaftsstreifen. So lässt sich nachweisen, dass die Hautdicke sowie die Bildung von Kollagen und Elastin zunehmen (Sawetz I, et al., 2021, Int Wound J.). Die Kombination der Eigenblutbehandlung mit dem Microneedling ist deutlich wirksamer als das Microneedling alleine zur Behandlung von Schwangerschaftsstreifen (Abdel-Motaleb AA, et al., 2020, J Dermatolog Treat.). Wir empfehlen daher eine möglichst frühzeitige Behandlung von Dehnungsstreifen mit Eigenblut in Kombination mit der Technik des Microneedlings. Für einen optimalen Erfolg sollte die Behandlung mindestens dreimal wiederholt werden.

    Wie wirkt die Eigenbluttherapie?

    Die Wirkung der Eigenbluttherapie wird durch die körpereigenen Blutplättchen vermittelt. Blutplättchen enthalten eine Fülle von Wachstumsfaktoren, die sie im Zielgewebe freigeben. Die Wirkungen von Wachstumsfaktoren sind hochkomplex und können sich je nach Konzentration und Kombination unterscheiden (Mazzucco L, Borzini P, et al., 2010, Transfus Med Rev.). Es ist bekannt, dass die Wirkung der Eigenblutbehandlung nicht auf einen einzelnen Wachstumsfaktor oder Botenstoff zurückgeführt werden kann. Die Wirkung beruht vielmehr auf einer gegenseitigen Verstärkung der Wirkung vieler Faktoren. Eine genaue Dosis-Wirkungs-Beziehung zwischen einzelnen Botenstoffen und der Aktivierung von Stammzellen und der Zelle des Bindegewebes ist daher auch nur schwer nachweisbar (Chamata ES, et al., 2021, Plast Reconstr Surg.). Die Wachstumsfaktoren werden nach den Anfangsbuchstaben der englischen Begriffe benannt. Die wichtigsten Wachstumsfaktoren der Eigenblutbehandlung sind:

    VEGF (engl. vascular endothelial growth factor):

    • Fördert die Wanderung und Vermehrung von Zellen, die die Innenseite der Blutgefäße auskleiden,
    • Erhöht die Durchlässigkeit von Blutgefäßen,
    • Fördert das Wachstum von Blutgefäßen und von Zellen an inneren und äußeren Oberflächen des Körpers,
    • Steigert die Bildung von Kollagen (Bao P, Kodra A, et al., 2009, J Surg Res.).

    PDGF (engl. platelet-derived growth factor):

    • Stimuliert den Abbau von altem Kollagen,
    • Aktiviert Vorläuferzellen im Stützgewebe,
    • Regt die Vermehrung von Abwehrzellen im Blut und Stützgewebe an (Pierce GF, Mustoe TA, et al., 1991, J Cell Biochem.).

    FGF (engl. fibroblast growth factor):

    • Stimuliert die Bildung neuer Gefäße,
    • Spielt eine Rolle beim Gewebeumbau,
    • Fördert die Wanderung von Zellen des Bindegewebes der Haut (Akita S, Akino K, et al., 2013, Adv Wound Care).

    EGF (engl. epithelial cell growth factor):

    • Erhöht die Wanderung von Zellen der Oberhaut,
    • Regt die Wanderung von Zellen des Bindegewebes der Haut an,
    • Unterstützt die Bildung von Granulationsgewebe (Bodnar RJ., 2013,. Adv Wound Care (New Rochelle).

    TGF-β (engl. transforming growth factor beta):

    • Fördert die Bildung neuer Gefäße,
    • Aktiviert die Vermehrung von Zellen des Bindegewebes der Haut und Zellen der Oberhaut,
    • Stimuliert die Bildung von Kollagen, Hyaluronsäure, Fibronectin und Proteoglykane (Liao MH, Liu SS, et al., 2014, Cell Tissue Res.).

    IGF (engl. insulin-like growth factor):

    • Regt die Vermehrung von Zellen des Bindegewebes der Haut an (Giacco F, et al., 2006. FASEB J),
    • Förderung das Haarwachstum.
    • Stimulation die Vermehrung von Zellen der Oberhaut (Maria-Angeliki G, Alexandros-Efstratios K, et al., 2015, Int J Trichology).

    Muss vor einer Eigenblutbehandlung eine Blutuntersuchung erfolgen?

    Unbestritten ist, dass die Wirkung der Eigenblutbehandlung von den Botenstoffen der Blutplättchen ausgeht. Allerdings lässt sich nicht eine Mindest- oder Höchstgrenze der für eine optimale Wirkung erforderlichen Thrombozytenzahl festlegen. Eine Blutuntersuchung mit Bestimmung der Thrombozytenzahl ist vor einer Eigenblutbehandlung daher nicht erforderlich. Allgemein ist bekannt, dass die Anzahl von Blutplättchen von verschiedenen Faktoren beeinflusst wird. Die Anzahl von Thrombozyten kann bei krankhaften Veränderungen wie Entzündungen, Erkrankungen des Knochenmarks, Autoimmunerkrankungen, genetischen Erkrankungen oder einem Vitaminmangel deutlich verändert sein. Leichte Abweichungen können aber auch ganz natürlich vorkommen oder durch Lebensgewohnheiten bedingt sein. Ab dem fünfzigsten Lebensjahr nimmt die Thrombozytenzahl stetig mit jedem Jahrzehnt um vier bis fünf Prozent ab (Santimone I, Di Castelnuovo A, et al., 2011, Haematologica.). Allgemein haben Frauen etwa drei Prozent mehr Thrombozyten als Männer (Hermann W, Risch L, et al., 2020, J Clin Med.). Zigarettenraucher haben etwa 17 Prozent weniger Thrombozyten als Nichtraucher (Varol E, Icli A, et al., 2013, Thromb Hemost). Bei gleicher Anzahl von Blutplättchen, lässt sich nachweisen, dass Übergewicht sich ungünstig auf die Größe der Blutplättchen auswirkt (Coban E, Yilmaz A, et al., 2007, Platelets). Auch eine Erhöhung des Blutzuckers wirkt sich nachteilig auf die Größe der Blutplättchen aus (Lippi G, Salvagno GL, et al., 2015, Prim Care Diabetes).

    Ablauf der Eigenblutbehandlung

    Vor jeder Behandlung prüft die Fachärztin oder der Facharzt, mit welcher Maßnahme, nach dem Stand der Wissenschaft, Ihre Ziele am besten erreicht werden. Eine genaue Untersuchung und eine gute Beratung sind wichtig für den Erfolg jeder Behandlung. Anschließend wird Ihnen, wie bei einem allgemeinen Gesundheits-Check, eine geringe Menge Blut, in etwa 20 Milliliter, abgenommen. Damit das Eigenblut nicht unmittelbar nach der Entnahme verklumpt, wird das Kalzium im Blut gebunden. Dies geschieht durch die Zugabe von Gerinnungshemmern wie zum Beispiel Citrat. Das ungerinnbar gemachte Blut wird dann in einer Laborzentrifuge geschleudert. Dadurch trennen sich die Blutbestandteile nach ihrer Dichte auf. Die Blutplättchen reichern sich an einer bestimmten Stelle im Reagenzglas an.

    Bei der Aufbereitung sollte ein schonendes Verfahren eingesetzt werden und auf eine vorsichtige Handhabung der Blutplättchen geachtet werden. Zur Herstellung des Eigenblutes stehen spezielle Aufbereitungssysteme zur Verfügung. Aus eigener langjähriger Erfahrung haben sich geschlossene Systeme bewährt. Dabei kann weder das Blut aus dem Reagenzglas austreten, noch kann von außen etwas in das Reagenzglas gelangen. Dieser Prozess ist hygienischer, standardisiert und besser reproduzierbar. Hierfür stehen mehrere kommerziell hergestellte Systeme zur Verfügung wie zum Beispiel Regenkit® oder ACP Arthrex®. Die vom Arzt eingesetzten Systeme einschließlich der Zentrifuge sollten stets in der EU zugelassen sein, beziehungsweise eine CE-Kennzeichnung haben.

    Bei gewissen Systemen kommt zur Auftrennung der Blutplättchen zusätzlich ein Gel Filter zum Einsatz. In der Regel erreicht die Konzentration der Thrombozyten das 2- bis 9-fache über dem Blutwert. Des Weiteren zeichnet sich das Plasma dadurch aus, dass es eine niedrige Konzentration an speziellen Leukozyten (weißen Blutkörperchen) aufweist. Konzentrationen von mehr als einer Million Blutplättchen pro Mikroliter werden im Allgemeinen als wirksam angesehen (Chamata ES, et al., 2021, Plast Reconstr Surg.). Damit die Blutplättchen ausreichend mit Nährstoffen versehen sind, sollten zu hohe Konzentrationen vermieden werden (Straum OK., 2020, PeerJ.).

    Der Kontakt mit bestimmten Substanzen regt die Blutplättchen an, ihre Botenstoffe freizusetzen. Daher wird den konzentrierten Thrombozyten durch manche Behandler gelegentlich Kalzium oder Thrombin zugefügt. Bei dem Zusatz von Thrombin ist jedoch zu beachten, dass allergische Reaktionen auftreten können. Innerhalb weniger Minuten setzen die Zusatzstoffe die Gerinnung beziehungsweise die Verklumpung der Thrombozyten in Gang. Da das Kollagen im unterspritzten Gewebe die Thrombozyten gleichfalls aktiviert und in Studien die Wirksamkeit der Eigenblutbehandlung ohne Zusatzstoffe gezeigt werden konnte, verzichten wir auf Zusatzstoffe (Mishra, A., Pavelko, T. 2006, Am J Sports Med.). Ohne Zusatzstoffe setzen die Blutplättchen die Botenstoffe allmählich im Gewebe frei.

    Für die vorsichtige oberflächliche Injektion der Blutplättchen werden besonders feine Kanülen verwendet. Betäubungscreme, die sogenannte „Vibrationsanästhesie“ und unterstützende Maßnahmen wie eine ablenkende Hintergrundmusik oder Aromatherapie sorgen für eine angenehme fast schmerzfreie Behandlung. Das Volumen der Unterspritzung unterscheidet sich je nach Ort und Behandlung. Im Allgemeinen werden etwa 0,3 Milliliter pro Quadratzentimeter Hautoberfläche unterspritzt.

    Wie schnell wirkt die Eigenblutbehandlung?

    Bei der Eigenblutbehandlung werden körpereigene Regenerationsvorgänge stimuliert. Die Bildung von Kollagen und Elastin, die Vermehrung und Einwanderung von Zellen des Bindegewebes sowie die Zunahme der Hautdicke benötigen zwei bis drei Wochen. Die Wirkung ist jedoch erst nach einigen Wiederholungen des nicht-chirurgischen Eingriffs mit dem körpereignen Stoff sichtbar und messbar. Für ein spürbares Ergebnis müssen Sie sich daher drei bis sechs Monate gedulden. Bei einer Kombination mit dem Needling sind die Ergebnisse schon früher zu sehen.

    Wie oft kann/soll eine Eigenblutbehandlung wiederholt werden?

    Die Erfahrung der Ärzte der CenterPlast und wissenschaftliche Studien zeigen, dass eine Behandlung mindestens dreimal wiederholt werden sollte. Das neugebildete Kollagen bleibt Ihrer Haut erhalten. Um den natürlichen Alterungsprozess der Haut zu verlangsamen, empfehlen wir anschließend eine Wiederholung in Abständen von sechs bis neun Monaten.

    Wie lange hält das Ergebnis an?

    Die Wirkungen der Eigenblutbehandlung sind beständig. Die normalen Alterungsvorgänge der Haut werden jedoch nicht aufgehalten. Es ist daher ratsam die Behandlung nach einer gewissen Zeit zu wiederholen. Bei Patienten unter 40 kann eine jährliche Wiederholung bereits den gewünschten Effekt erzielen. Allgemein kann von einer längeren Wirkung bei einer Kombination mit dem Needling ausgegangen werden. Auch die Pflege Ihrer Haut nach der Behandlung beeinflusst, wie lange das Ergebnis anhält. Vermeiden Sie daher das Zigarettenrauchen, nutzen Sie täglich einen UV-Schutz und eine geeignete Hautpflege, wie zum Beispiel einer Vitamin A und Vitamin C haltigen Hautcreme. Weitere Informationen, Hinweise und Antworten auf häufige Fragen zur Eigenblutbehandlung und weiteren Leistungen erhalten Sie auf unserer Seite Anti-Aging und Hautverjüngung – FAQ.

    Welche Studien gibt es zur Eigenblutbehandlung?

    Die hohe Zufriedenheit unserer Patientinnen und Patienten und unsere Erfahrungswerte sprechen für die Eigenblutbehandlung. Darüber hinaus halten wir uns immer auf dem neuesten Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse, um Ihnen die bestmögliche Behandlung empfehlen zu können. Um die Wirkung der Eigenblutbehandlung zu untersuchen, werden idealerweise zwei Gruppen von Patienten in einer klinischen Studie verglichen (auch kontrollierte Studie genannt). Eine Studie sollte immer auf mögliche Fehlerquellen untersucht werden. Die Bewertung der Ergebnisse einer Studie bedarf besonderer Kenntnisse und Erfahrung in der Durchführung klinischer Studien. Unterschiede in der Herstellung des Eigenbluts, der Verabreichung oder der Messung können die Ergebnisse verzerren. Darüber hinaus gibt es noch weitere Fehlerquellen, im englischen Bias genannt, die zu falschen Schlussfolgerungen verleiten können.

    Wenn zum Beispiel die Patienten einer Gruppe jünger sind als die Patienten einer anderen Gruppe, mit der sie verglichen werden, so kann der vermeintliche Erfolg auf das Alter zurückzuführen sein. Dieser Fehler kann durch die Zuteilung der Behandlung nach dem Zufallsprinzip (auch Randomisierung genannt) vermieden werden. Wenn die messende oder auswertende Person auch Kenntnis von der Behandlung hat, können die Messungen durch eine vorgefasste Meinung verzerrt werden. Die Geheimhaltung der durchgeführten Behandlung verhindert eine solche Verzerrung. Wenn weder der Patient noch der auswertende Arzt Kenntnis von dem Behandlungsverfahren hat, spricht man von einer Doppelblind-Studie.

    Auch wenn randomisierte, kontrollierte, Doppelblind-Studien wünschenswert sind, so sind sie häufig ethisch nicht vertretbar oder nicht finanzierbar. Die Wirkung der Eigenblutbehandlung ist in zahlreichen kontrollierten Studien belegt. Je mehr Studien vorliegen, desto verlässlicher sind die Empfehlungen. Wissenschaftliche Richtlinien helfen, die Qualität dieser Studien zu bewerten (Cochrane Handbook for Systematic Reviews of Interventions, Preferred Reporting Items for Systematic Reviews and Meta-analyses Guidlinies). Die folgenden wissenschaftlichen Veröffentlichungen fassen die verfügbare Literatur kritisch zusammen und bestätigen den Nutzen der Eigenblutbehandlung:

    • Evans AG, Ivanic MG, et al., Rejuvenating the periorbital area using platelet-rich plasma: a systematic review and meta-analysis, Arch Dermatol Res. 2021 Jan 12.
    • Long T, Gupta A, et al., Platelet-rich plasma in noninvasive procedures for atrophic acne scars: A systematic review and meta-analysis, J Cosmet Dermatol. 2020 Apr;19(4):836-844.
    • Maisel-Campbell AL, Ismail A, et al., A systematic review of the safety and effectiveness of platelet-rich plasma (PRP) for skin aging, Arch Dermatol Res. 2020 Jul;312(5):301-315.

    Wer macht Eigenblutbehandlungen?

    Vor jeder Behandlung sollte eine Risiko-Nutzen-Abwägung aller Behandlungsalternativen erfolgen (zum Beispiel Microneedling, Filler, Eigenfettbehandlung, Straffungsoperationen). Da eine solche Abwägung nur ein Chirurg mit entsprechender Ausbildung und Erfahrung treffen kann, empfehlen wir Ihnen, sich an eine Gesichtschirurgin oder einen Gesichtschirurgen mit einer Spezialisierung auf dem Gebiet der ästhetischen Chirurgie zu wenden. Dieser wird die richtige Technik auswählen, was maßgebend für den Behandlungserfolg ist. Die Entscheidung, welche Behandlung sinnvoll ist, nennen Ärzte Indikationsstellung. Ohne eine genaue Kenntnis aller Behandlungsalternativen, kann die Angemessenheit einer Behandlung nicht beurteilt werden. Legen Sie daher Wert auf die Auswahl eines erfahrenen Spezialisten der ästhetischen und plastischen Chirurgie und Medizin mit langjähriger Erfahrung.

    Dürfen Heilpraktiker Eigenblut Behandlungen durchführen?

    Heilpraktiker dürfen nach dem Arzneimittelgesetz kein Eigenblut herstellen (Oberverwaltungsgericht Münster Aktenzeichen: 9 A 4073/18). Eigenblut ist ein Arzneimittel im Sinne des Artikels 2 Absatz 1 des Arzneimittelgesetzes und des Artikels 2 Absatz 3 Transfusionsgesetzes. Sie unterliegen den Vorschriften des Arzneimittelrechtes und erfordern eine Herstellungserlaubnis. Bei der Herstellung von Eigenblut ist die Einhaltung strikter hygienischer Vorschriften sehr wichtig. Darüber hinaus sollten Verfahren zur Anwendung kommen, die die Gewinnung von Thrombozyten in hoher Konzentration und Reinheit gewährleisten. Viel Fingergefühl und Fingerfertigkeit ist notwendig, um die Zellen bei der Gewinnung, der Auftrennung und der Unterspritzung nicht zu verletzen. Wenden Sie sich im besten Fall an einen plastischen Chirurgen.

    Risiken der Eigenblutbehandlung

    Da Sie mit Ihren körpereigenen Zellen behandelt werden, sind Allergien und ein Ansteckungsrisiko ausgeschlossen. Die Verwendung geschlossener Systeme und die Berücksichtigung strenger Hygienevorschriften beugen einer Verunreinigung oder Entzündungsgefahr vor. Ernsthafte Komplikationen wurden nach einer Eigenblutbehandlung noch nicht berichtet. Zu den geringfügigen unerwünschten Nebenwirkungen können leichte Schwellungen und blaue Flecken gehören.

    In welchen Fällen darf aus gesundheitlichen Gründen keine Eigenbluttherapie durchgeführt werden?

    Bei der regelmäßigen Einnahme blutverdünnender Medikamente raten wir von einer Eigenblutbehandlung ab. Wenn Sie unter Fieberbläschen leiden, sollte die Behandlung erst nach vollständiger Abheilung erfolgen. Nach einer Impfung, einer Grippe oder einer Operation können vom Immunsystem gebildete Eiweißmoleküle die Gewinnung und Wirksamkeit von Thrombozyten beeinflussen. Wir raten Ihnen daher etwa 10 Tage nach einer Grippe oder Impfung abzuwarten, bevor eine Eigenblutbehandlung durchgeführt wird.

    Kostenübernahme der Eigenbluttherapie durch die Krankenkasse?

    Eine Kostenbeteiligung der gesetzlichen Krankenkassen ist ausgeschlossen, da die Krankenkassen nur die Kosten von medizinisch dringend notwendigen Behandlungen übernehmen. Auch finanzieren die Krankenkassen nur Behandlungsmethoden, die von dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) begutachtet wurden. Stand 2021 gibt es über 10.000 wissenschaftliche Veröffentlichungen über die Anwendungsgebiete und die Wirksamkeit der Methode. Häufig braucht es jedoch Jahre oder Jahrzehnte bis die wissenschaftlichen Fakten von dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) gewürdigt werden. Mehr erfahren Sie auf unserer Seite über die Leistungspflichten der Krankenkassen Leistungspflichten der Krankenkassen.

    Vorher-Nachher Bilder einer Eigenblutbehandlung

    Die Eigenbluttherapie wird erfolgreich für verschiedenste Zwecke eingesetzt. Die Präsentation von Vorher-Nachher Bildern von Eingriffen zu ästhetischen Zwecken auf Internetseiten ist gesetzlich nicht erlaubt. Im Rahmen eines persönlichen Beratungsgesprächs können Sie den behandelnden Arzt jedoch um Einsicht von entsprechenden Vorher-Nachher Fotos von Eigenbluttherapien bitten, damit Sie ein realistisches Bild vom erzielnbaren Erfolg der Behandlung bekommen. Sprechen Sie Ihren Arzt hierauf an. Weitere Informationen zu dem Thema finden Sie auf der entsprechenden Seite zu Vorher-Nachher Bildern. Diese befindet sich in der Menükategorie “Über uns” im Reiter “Qualität”.

    Erfahrungsberichte zur Eigenblut-Behandlung

    Auf dem Bild sehen Sie einen ausgewählten Erfahrungsbericht zur Eigenblut-Behandlung bei der Praxis Centerplast. Wo Sie weitere Bewertungen unserer erfahrenen Fachärzte und Erfahrungsberichte zu entsprechenden durchgeführten Behandlungen finden, erfahren Sie auf unserer Seite Erfahrungsberichte.

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    Autor: PD Dr. Stéphane Stahl. Es bestehen keine finanziellen Beziehungen zur Pharma- oder Medizinprodukteindustrien, die den o.g. Text beeinflusst haben könnten. Jede Vervielfältigung, auch ausschnittweise, ist nur für den persönlichen Gebrauch erlaubt. Alle auf dieser Internetpräsenz verwendeten Texte sind urheberrechtlich geschützt.

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