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    Schweißdrüsenentfernung

    Das gesteigerte Schwitzen, die Hyperhidrose, kann zu erheblichem Leidensdruck führen. Die häufigste Form, die primäre fokale Hyperhidrose, betrifft vor allem Achseln (Hyperhidrosis axillaris), Füße, Hände oder das Gesicht, also Areale, die vor allem für das emotionale Schwitzen verantwortlich sind.

    Die Schweißdrüsen werden nach entsprechender Vorbereitung mit speziellen Kanülen abgesaugt. Die Narben durch die kleinen Schnitte sind später fast kaum noch zu erkennen.

    Wie können Sie sich auf eine Schweißdrüsenentfernung vorbereiten?

    • Alle Ihre Fragen zu möglichen Komplikationen bei einer Schweißdrüsenentfernung sowie alternative Behandlungsformen sollten im Vorfeld besprochen werden.
    • Schränken Sie den Nikotin- und Alkoholkonsum aus Sicherheitsgründen auf ein Minimum ein!
    • Die Einnahme hormonhaltiger Medikamente wie der Pille muss ggfls. vorübergehend eingestellt werden.
    • Blutverdünnende Medikamente (wie zum Bsp. ASS oder Thomapyrin®) müssen mind. zehn Tage vor dem chirurgischen Eingriff (nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt) abgesetzt werden.
    • Jegliche Nahrungsergänzungsmittel (Omega-3-Fettsäuren, Johanniskraut-Präparate …) und Vitaminpräparate (A, E) müssen Sie mind. 4 Wochen vor der Schweißdrüsen-OP absetzen.
    • Vor der Durchführung ästhetischer Eingriffe ist es empfohlen, eine Folgekostenversicherung abzuschließen.
    • OP’s schränken Ihre Flugreisetauglichkeit ein. In den 6 Wochen nach dem Eingriff sollten Sie keine Flugreisen planen, weder beruflich noch privat!

    Wie wird eine Schweißdrüsenentfernung durchgeführt?

    • Der Eingriff dauert ca. 1 Stunde.
    • Die Schweißdrüsenabsaugung erfolgt ambulant in örtlicher Betäubung sowie auf Wunsch auch in Dämmerschlaf.
    • Die kleinen Einstiche werden mit feinen Hautfäden genäht.

    Was müssen Sie nach einer Schweißdrüsenentfernung beachten?

    • Postoperative klinische Kontrollen empfehlen sich am 3. postoperativen Tag und anschließend erneut nach 1, 2 und 6 Wochen sowie nach 6 Monaten und 12 Monaten.
    • Duschen ist unmittelbar vor der Wundkontrolle ab dem 3. Tag nach der OP möglich.
    • Der Fadenzug erfolgt zwischen dem 10. – 14. postoperativen Tag
    • Die Narbenpflege, bestehend aus Narbenmassage, Sonnenschutz und Silikonauflage, verhilft ab der 3. postoperativen Woche zu unscheinbaren Narben.
    • Sport, der Gang zur Sauna sowie Schwimmen, schweres Arbeiten und Sonnenbäder sollten mind. 6 Wochen vermieden werden.

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    Zum Autor

    Privatdozent Dr. Stéphane Stahl

    “Wir liefern Ihnen umfangreiches Experten-Wissen, um gemeinsam mit Ihnen den bestmöglichen Behandlungsweg auszuwählen.”

    Privatdozent Dr. med. Stéphane Stahl ist ehemaliger Direktor der Klinik für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie / Handchirurgie am Klinikum Lüdenscheid. Dr. Stahl studierte Medizin an den Universitäten Freiburg und Berlin. 2011 legte er die Europäische und 2012 die Deutsche Facharztprüfung für Plastische und Ästhetische Chirurgie ab. Es folgten weitere Facharztqualifikationen und Zusatzqualifikationen (u.a. Qualitätsmanagement, Medizindidaktik, Physikalische Therapie, Notfallmedizin, Laserschutzbeauftragte, Handchirurgie) sowie Preise und Auszeichnungen. 2015 habilitierte er sich im Fach Plastische und Ästhetische Chirurgie in Tübingen. Er ist ein erfahrener Mikrochirurg, gefragter Gutachter und regelmäßiger Referent auf Fachkongressen. Stéphane Stahl wurde nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren zum Mitglied der American Society for Aesthetic Plastic Surgery (ASAPS), eine der weltweit größten und einflussreichsten Fachgesellschaften für Ästhetische Chirurgie. Zu seinen Autorenschaften gehören u.a. zahlreiche Beiträge in angesehenen peer review Zeitschriften und chirurgischen Standardlehrwerken.

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