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Kryolipolyse nicht invasives Verfahren von Zeltiq

Die Kryolipolyse ist ein nicht invasives Verfahren zur Verminderung des Fettgewebes. Die Kryolipolyse wurde im Rahmen einer klinischen Studie der Firma Zeltiq Aesthetics erstmals 2009 angewendet.

Einsatzbereiche

Die Kryolipolyse kann zur Behandlung folgender Fettpolster eingesetzt werden: Bauch, seitlicher Brustkorb und Rücken (BH Fettröllchen), Hüften, Oberschenkeln, Reiterhosen, Hals (Doppelkinn), Gesäß und Oberarme.

Bei der Kryolipolyse wird eine umschriebene Körperstelle einer Temperatur von vier bis zehn Grad Celsius ausgesetzt. Die behandelte Körperstelle wird mit einem Unterdruck von zwanzig bis achtundzwanzig Millimeter Quecksilbersäule angesaugt. Die Behandlung dauert dreißig bis sechzig Minuten. Einschränkungen nach der Behandlung gibt es nicht. Sie können im Anschluss Ihren gewohnten Alltagstätigkeiten nachgehen.

Die Kryolipolyse führt zu einer fortschreitenden Verminderung des Fettgewebes über drei Monate. Nach sechs Wochen lässt sich das Ergebnis absehen. Fettzellen sind sehr kälteempfindlich. Die Kryolipolyse bewirkt eine dauerhafte, spezifische Schädigung der Fettzellen. Je niedriger die Temperatur und je länger die Zellen der Kälte ausgesetzt werden, desto schneller sterben die Fettzellen ab. Weiße Blutkörperchen und Fresszellen sorgen für den Abbau der abgestorbenen Zellen.

Diese Entzündungsreaktion beginnt nach zwei bis vierzehn Tagen und dauert vier Monate an. Die Kryolipolyse gilt als sicheres Verfahren. Bei einer Kälteallergie (Kryoglobulinämie, Kälteurtikaria), einer seltenen Erbkrankheit der blutbildenden Stammzellen (paroxysmale Hämoglobinurie) oder örtlichen Hautveränderungen darf eine Kryolipolyse nicht durchgeführt werden.

Unterschiedliche Anbieter

Es werden viele verschiedene Geräte für die Kryolipolyse angeboten: Coolsculptin® Firma Zeltiq Aesthetics (Pleasanton, CA, USA), KryoShape® Firma Medical Shape GmbH (Basel, Schweiz), CryoSlim® (BFP Electronique, Montrodat, France), Coolsculptin® wurde von der US-amerikanischen Behörde für Lebens- und Arzneimittel (FDA) zugelassen.

Die Kryolipolyse wird im Allgemeinen sehr gut vertragen. Mit einem vorübergehenden Taubheitsgefühl und einer Rötung der behandelten Hautareale muss gerechnet werden. Gelegentlich treten leichte Nebenwirkungen wie eine vermehrte Empfindlichkeit der behandelten Stellen auf. Die widersprüchliche Vermehrung der Fettgewebszellen (auf Englisch “paradoxical adipose hyperplasia”, PAH) ist eine seltene Nebenwirkung (0,025% oder ein in vier tausend Fällen). In diesen Fällen kommt es drei bis sechs Monate nach der Behandlung zu einer örtlich begrenzten Zunahme des Fettgewebes an den Behandelten Stellen. Der Unterdruck während der Kryolipolyse löst vermutlich bei bestimmten Patienten ein Wachstum des Fettgewebes aus. Die Kryolipolyse ist bei Menschen mit kälteempfindlichen Zuständen wie dem Raynaud-Syndrom oder einer Krankheit, die auf Kryoglobulinämie kontraindiziert. In der Literatur werden auch einige andere Erkrankungen mit einem positiven rheumatoiden Faktor genannt (Sjögren-Syndrom, Lupus, Vaskulitis, rheumatoide Arthritis, Hepatitis C).

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