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    Symmastie

    Ein schönes Dekolleté unterstreicht die Weiblichkeit der Frau. Die zwischen den Brüsten gelegene Vertiefung gilt als sinnlich und wird daher mit verschiedenen Kleidungsstücken betont, wie etwa Ballkleider, Abendkleider, Dessous und Bademode. Die Rinne zwischen beiden Brüsten wird in der Fachsprache als Sulcus intermammarius oder als Sinus mammarum bezeichnet. Bei einer Symmastie kann diese Vertiefung aufgehoben sein.

    Was ist eine Symmastie?

    Eine Symmastie bezeichnet eine Verwachsung der Brüste über dem Brustbein. Die Fehlbildung kann angeboren oder die Folge einer missglückten Brustvergrößerung mit Implantaten sein. In beiden Fällen kann die aufgehobene Vertiefung in der Mittellinie ästhetisch störend sein. Bei einer Brustvergrößerung mit Implantaten ist die Ursache eine Lösung des Brustmuskels vom Brustbein über das notwendige Maß hinaus.

    Wie wird die Korrektur einer Symmastie durchgeführt?

    Vor jeder OP wird mehrmals akribisch überprüft, dass die größtmögliche Patientensicherheit gegeben ist. Nach dem Abhaken der gesamten Checkliste der Vorrausetzungen, wird mit dem Eingriff begonnen.

    Im Vorfeld des Eingriffs markiert der Chirurg die Brüste der Patientin in stehender Haltung. Wenn die Patientin sich für eine Operation im Dämmerschlaf entschieden hat, so werden ihr entsprechende Medikamente verabreicht, die einerseits beruhigen, andererseits die Schmerzempfindlichkeit vermindern. So spüren Sie allenfalls Berührungen an der Körperoberfläche, wenn Sie nicht ohne schlafen.

    Über einen kleinen Hautschnitt im Bereich der Unterbrustfalte wird das Brustimplantat mit der umgebenden Kapsel entfernt. Der Brustmuskel wird dann am Brustbein wieder angenäht. Zur Mittellinie hin wird das Narbengewebe fest verschlossen. Die Tasche, in die die neuen Implantate eingebracht werden, wird oberhalb des Brustmuskels gebildet. Mit der Keller-Funnel-Methode werden die neuen Brustimplantate schonend und präzise eingesetzt. Das Verfahren wird auch als “No-Touch”-Technik bezeichnet. Das verhindert, dass das Implantat mit der Haut oder den Händen der Chirurgin/des Chirurgen in Berührung kommt. Je nach Befund ist das Einlegen von Drainageschläuchen notwendig. Diese können nach kurzer Dauer wieder entnommen werden. Zum Schluss wird die Wunde wird verschlossen. Hierzu werden selbstauflösende Fäden verwendet. Die Auflösung dieser ist nach circa drei Wochen abgeschlossen, sodass keine Fäden gezogen werden müssen.

    Gegebenenfalls kann es für ein optimales Ergebnis zusätzlich eine Eigenfettbehandlung durchgeführt werden. Die Vorteile der Eigenfettbehandlung sind: eine Betonung des Dekolletés, eine Vorbeugung vor Faltenbildung des Implantates und eine Verbesserung der Hautqualität. Im Operationssaal werden Sie vor Abschluss der Brustvergrößerungsoperation in eine sitzende Position gebracht (während sie noch schlafen) um zu überprüfen, ob die Form der Brust im Sitzen wie im Liegen den höchsten Ansprüchen genügt. Schließlich werden der Patientin ein schützender Verband und ein spezieller Stütz-BH angelegt.

    Der Eingriff erfolgt ambulant. Die OP-Dauer beträgt in etwa 180 Minuten. Unmittelbar nach der Operation werden Sie in einem speziellen Aufwachraum kontinuierlich überwacht. Wenn Sie vollständig aufgewacht sind, dürfen Sie etwas Flüssigkeit trinken und, wenn Ihnen danach ist, auch etwas essen. Zum Abschluss des OP-Tags vereinbart die Praxis mit Ihnen Kontrolltermine. Ihnen werden die Verhaltensmaßnahmen zur Nachsorge ausführlich geschildert und Ihnen wird ein umfangreichern Bericht in schriftlicher Form ausgehändigt. Zusätzlich erhalten Sie eine Telefonnummer, unter der Sie den Chirurgen in einem Notfall 24 / 7 erreichen.

    Bei CenterPlast haben PatientInnen die Möglichkeit, eine Virtual-Reality-Brille bei chirurgischen Eingriffen zu benutzen. Diese ermöglicht es, Kinofilme oder auch Lieblingsserien vor, während sowie nach dem Eingriff anzuschauen, was nicht nur unterhaltsam ist sondern durch die Ablenkung auch zu einer geringeren Schmerzempfindlichkeit führt. Dies wurde in Studien erwiesen.

    Wie können Sie sich auf die Korrektur einer Symmastie vorbereiten?

    • Im Vorfeld der Operation zur Korrektur der Symmastie sollten alle Ihre Fragen beantwortet sein. Sie werden in den Beratungsgesprächen ausführlich über mögliche Komplikationen und alternative Behandlungen aufgeklärt. Zögern Sie nicht, weitere Fragen zu stellen.
    • Schränken Sie den Nikotin- sowie Alkoholkonsum unbedingt auf ein Minimum ein, um die Risiken zu reduzieren.
    • Hormonhaltiger Medikamente wie beispielsweise die Anti-Baby-Pille dürfen über einen bestimmten Zeitraum nicht eingenommen werden.
    • Halten Sie Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt, wenn Sie regelmäßig blutverdünnende Medikamente einnehmen. Hierzu zählen beispielsweise ASS oder Thomapyrin®. Diese müssen zehn Tage vor dem Eingriff abgesetzt werden.
    • Setzen Sie jegliche Vitaminpräparate (A, E) und Nahrungsergänzungsmittel wie Omega-3-Fettsäuren oder Johanniskraut-Präparate bereits vier Wochen vor dem OP-Termin ab.
    • Chirurgische Eingriffe schränken die Flugreisetauglichkeit ein. Achten Sie hierauf bei der Planung von Flügen: In den vier Wochen nach der OP sollten keine Flugreisen, beruflich wie privat, stattfinden.
    • Schließen Sie eine Folgekostenversicherung vor der ästhetischen Operation ab.
    • Am Tag der Operation sollten Sie mit einer desinfizierenden Seife duschen (z. B. HiBiScrub® Plus, Prontoderm® Shower Gel oder Octenisan® Wash Lotion,)

    Was müssen Sie nach einer Korrektur der Symmastie beachten?

    • Ihr Wohlbefinden und das Ergebnis der Operation werden regelmäßig kontrolliert.
    • Achten Sie auf eine Hochlagerung des Oberkörpers von 30 Grad in den ersten fünf Tagen (auch beim Schlafen). Das sorgt für eine bessere Wundheilung sowie Abschwellung.
    • In den ersten sechs Wochen sollten Sie auf dem Rücken schlafen. Das vermindert das Risiko, dass die Implantate verrutschen oder sich verdrehen.
    • Ab dem dritten postoperativen Tag können Sie vor der Wundkontrolle in der CenterPlast Saarbrücken duschen.
    • Tragen Sie die zuvor angepassten Stütz-BHs kontinuierlich sechs Wochen lang.
    • Massieren Sie mehrfach täglich für einige Minuten die Narbe ab der dritten postoperativen Woche. Benutzen Sie eine fettende Creme, wie z.B. Bepanthen® Salbe oder Linola® Fett. Achten Sie auf kreisförmige und längs sowie quer zur Narbe verlaufende Bewegungen. Diese Maßnahmen verhelfen zu einer unscheinbaren Narbe.
    • Vermeiden Sie Bücken, Heben schwerer Lasten, Schwimmen, Saunieren, Geschlechtsverkehr sowie sportliche Aktivitäten für 4 Wochen. Sollten noch Schwellungen bestehen kann eine längere Schonung ratsam sein.
    • Rauchen verhindert das Anheilen verpflanzter Fettzellen und erhöht das Entzündungs- sowie Thromboserisiko. Vermeiden Sie daher Tabakrauchen und E-Zigarette in den ersten 6 Wochen nach der OP.
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    Zum Autor

    Privatdozent Dr. Stéphane Stahl

    “Wir liefern Ihnen umfangreiches Experten-Wissen, um gemeinsam mit Ihnen den bestmöglichen Behandlungsweg auszuwählen.”

    Privatdozent Dr. med. Stéphane Stahl ist ehemaliger Direktor der Klinik für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie / Handchirurgie am Klinikum Lüdenscheid. Dr. Stahl studierte Medizin an den Universitäten Freiburg und Berlin. 2011 legte er die Europäische und 2012 die Deutsche Facharztprüfung für Plastische und Ästhetische Chirurgie ab. Es folgten weitere Facharztqualifikationen und Zusatzqualifikationen (u.a. Qualitätsmanagement, Medizindidaktik, Physikalische Therapie, Notfallmedizin, Laserschutzbeauftragte, Handchirurgie) sowie Preise und Auszeichnungen. 2015 habilitierte er sich im Fach Plastische und Ästhetische Chirurgie in Tübingen. Er ist ein erfahrener Mikrochirurg, gefragter Gutachter und regelmäßiger Referent auf Fachkongressen. Stéphane Stahl wurde nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren zum Mitglied der American Society for Aesthetic Plastic Surgery (ASAPS), eine der weltweit größten und einflussreichsten Fachgesellschaften für Ästhetische Chirurgie. Zu seinen Autorenschaften gehören u.a. zahlreiche Beiträge in angesehenen peer review Zeitschriften und chirurgischen Standardlehrwerken.

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