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    Tubuläre Brüste

    Schönheitsmerkmale wie ein ausgewogenes Höhenverhältnis der Brust und eine ausladende Brust sind bei der angeborenen tubulären Fehlbildung nachteilig verändert. Aus ungeklärten Gründen liegt bei tubulären Brüsten ein starres Fasergewebe vor, dass die Ausbildung einer formschönen Brust in der Pubertät verhindert. Die unterschiedlichen Ausprägungen werden in 4 bzw. 3 Schweregrade unterteilt (nach von Heimburg beziehungsweise Grolleau). Geringe Formen der tubulären Brustfehlbildung sind häufig nur für geschulte Augen erkennbar. Allerdings betreffen leichte Ausprägungen von tubulären Brüsten eine Vielzahl an Personen.

    Bei einer milden Ausprägung sind die Brüste klein und durch eine Unterentwicklung im inneren Brustbereich gekennzeichnet. Ist die Fehlbildung mittelstark ausgeprägt, so ist die gesamte untere Brusthälfte verkleinert und der Hautmantel verkürzt. Die Unterbrustfalte liegt in diesem Falle zu hoch. In 2 Drittel der Fälle besitzen die Brüste eine unterschiedliche Größe. Bei ausgeprägten Formen ist das Drüsengewebe an der gesamten Brust kaum angelegt und die Warzenhöfe der Brust sind schlauchartig vergrößert.

    Es gibt viele Techniken, die zur Korrektur angewandt werden können, unter anderem:

    • Eine Verlagerung des Drüsengewebes
    • Eine Spaltung des Drüsenkörpers
    • Eine Unterbrechung des verengenden Brustgewebe-Rings
    • Eine Implantateinlage
    • Eine Eigenfettbehandlung
    • Eine Verkleinerung des Brustwarzenhofs

    Die Herausforderung besteht darin, unter den vielen Operationstechniken die richtigen auszuwählen, um eine optimale Korrektur zu erreichen. Hierbei muss nicht nur die unterschiedliche Ausprägung der Fehlbildung, aber auch die Ziele der Patientin, das Alter und der Körperbau insgesamt berücksichtigt werden. Nicht selten ergänzen sich die Behandlungstechniken. Die Kombination einer Eigenfettbehandlung und einer Vergrößerung mit Brustimplantaten zum Beispiel wird als hybride Brustvergrößerung bezeichnet. Diese Kombination ist insbesondere bei der tubulären Brustfehlbildung sinnvoll, da Implantate Konfektionsware sind, und sich nicht den individuell sehr unterschiedlichen Fehlbildungen anpassen.

    Wie wird die Korrektur einer tubulären Brust durchgeführt?

    Vor jedem chirurgischen Eingriff überprüfen die Spezialisten von CenterPlast mehrmals akribisch, dass die größtmögliche Patientensicherheit gewährleistet ist. Erst wenn nach dem Durchgehen der Checkliste tatsächlich alle Vorrausetzungen erfüllt sind, wird mit dem Eingriff begonnen.

    Vor der OP werden die Brüste in stehender Haltung der Patientin mit einem speziellen Stift markiert. Wenn die OP im Dämmerschlaf durchgeführt wird bekommen Sie Medikamente, die Ihnen Angst nehmen und Ihre Schmerzempfindlichkeit reduzieren. Wenn Sie nicht ohnehin in einem tiefen Schlaf sind, verspüren Sie allenfalls Berührungen an der Körperoberfläche.

    Der neue Brustwarzenhof wird markiert und die überschüssige Warzenhofhaut wird entfernt. Das veränderte Drüsengewebe und der Faserring werden gespalten. Anschließend wird die Eigenfettbehandlung und/oder das Brustimplantat an die zuvor bestimmte und vorbereitete Stelle eingebracht. Je nach Befund legt der behandelnde Chirurg Drainageschläuche in die Wunde ein. Sie können jedoch schon nach kurzer Weile wieder entfernt werden. Anschließend wird die Wunde mit feinsten Fäden verschlossen, die sich dann nach ca. 3 Wochen wieder selbst auflösen. Zudem wird der Patientin ein Verband sowie ein spezieller Stütz-BH angelegt.

    Die OP-Dauer des ambulanten Eingriffs beträgt ca. 45 bis 180 Minuten. Unmittelbar nach der Operation werden Sie in einen Aufwachraum befördert und fortlaufend medizinisch überwacht. Sie dürfen nach dem vollständigen Aufwachen etwas trinken und wenn Sie sich wohl fühlen bereits etwas Nahrung zu sich nehmen. Vor dem Verlassen der Praxis werden Kontrolltermine mit Ihnen vereinbart. Zusätzlich erhalten Sie einen umfangreichen schriftlichen Bericht, Ihnen werden die Verhaltensmaßnahmen zur Nachsorge erläutert und Ihnen wird eine Notfall-Telefonnummer ausgehändigt. Unter dieser erreichen Sie den Chirurgen oder die Chirurgin im Notfall 24 h am Tag.

    Dank einer Virtual-Reality-Brille können Sie bei CenterPlast Kinofilme oder eine Lieblingsserie anschauen, während Sie operiert werden. Das ist einerseits unterhaltsam, aber die positive Wirkung geht noch weit darüber hinaus: Die Ablenkung durch die Brille führt nämlich nachweislich zu einer verminderten Schmerzempfindlichkeit.

    Wie können Sie sich auf die Korrektur einer tubulären Brust vorbereiten?

    • Alle Ihre Fragen zu möglichen Komplikationen und alternativen Behandlungen sollten vor der Operation beantwortet sein.
    • Duschen Sie am Tag der Operation mit einer desinfizierenden Seife (z. B. HiBiScrub® Plus, Octenisan® Wash Lotion, Prontoderm® Shower Gel).
    • Schränken Sie Nikotin- und Alkoholkonsum auf ein Minimum ein.
    • Die Einnahme hormonhaltiger Medikamente (Pille) ist gegebenenfalls vorübergehend einzustellen.
    • Blutverdünnende Medikamente (z. B. ASS, Thomapyrin®) müssen mindestens zehn Tage vor der Operation nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt abgesetzt werden.
    • Vitaminpräparate (A, E) und Nahrungsergänzungsmittel (Omega-3-Fettsäuren, Johanniskraut-Präparate usw.) müssen mindestens vier Wochen vor der Operation abgesetzt werden.
    • Operationen schränken die Flugreisetauglichkeit ein. Planen Sie daher in den vier Wochen nach der Operation keine Flugreisen beruflich wie privat.
    • Vor der Durchführung ästhetischer Eingriffe sollte eine Folgekostenversicherung abgeschlossen werden.

    Was müssen Sie nach der Korrektur einer tubulären Brust beachten?

    • Regelmäßige Kontrollen Ihres Wohlbefindens und des Operationsergebnisses schließen sich an.
    • Eine Oberkörperhochlagerung von etwa 30 Grad (auch beim Schlafen) über fünf Tage ist für die Abschwellung und Wundheilung förderlich.
    • Um ein Verrutschen oder Verdrehen der Implantate zu vermeiden, ist es wichtig, sechs Wochen lang nur auf dem Rücken zu schlafen.
    • Duschen ist unmittelbar vor der Wundkontrolle ab dem dritten postoperativen Tag möglich.
    • Zuvor angepasste Stütz-BHs sollten kontinuierlich sechs Wochen lang getragen werden.
    • Ab der dritten postoperativen Woche verhilft mehrfach tägliches Massieren für einige Minuten kreisförmig, sowie längs und quer zum Narbenverlauf mit fettenden Cremes (z. B. Bepanthen® Salbe oder Linola® Fett) zu unscheinbaren Narben.
    • Bücken, Heben schwerer Lasten, Schwimmen, Saunieren, Geschlechtsverkehr und sportliche Betätigungen sollten vier Wochen lang vermieden werden, eventuell länger, wenn noch Schwellungen bestehen.
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    Zum Autor

    Privatdozent Dr. Stéphane Stahl

    “Wir liefern Ihnen umfangreiches Experten-Wissen, um gemeinsam mit Ihnen den bestmöglichen Behandlungsweg auszuwählen.”

    Privatdozent Dr. med. Stéphane Stahl ist ehemaliger Direktor der Klinik für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie / Handchirurgie am Klinikum Lüdenscheid. Dr. Stahl studierte Medizin an den Universitäten Freiburg und Berlin. 2011 legte er die Europäische und 2012 die Deutsche Facharztprüfung für Plastische und Ästhetische Chirurgie ab. Es folgten weitere Facharztqualifikationen und Zusatzqualifikationen (u.a. Qualitätsmanagement, Medizindidaktik, Physikalische Therapie, Notfallmedizin, Laserschutzbeauftragte, Handchirurgie) sowie Preise und Auszeichnungen. 2015 habilitierte er sich im Fach Plastische und Ästhetische Chirurgie in Tübingen. Er ist ein erfahrener Mikrochirurg, gefragter Gutachter und regelmäßiger Referent auf Fachkongressen. Stéphane Stahl wurde nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren zum Mitglied der American Society for Aesthetic Plastic Surgery (ASAPS), eine der weltweit größten und einflussreichsten Fachgesellschaften für Ästhetische Chirurgie. Zu seinen Autorenschaften gehören u.a. zahlreiche Beiträge in angesehenen peer review Zeitschriften und chirurgischen Standardlehrwerken.

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