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Wie gut ist „Dr. Google“?

Nicht alle Auskünfte zu Gesundheitsinformationen, die uns die Suchmaschine anbietet, sind richtig, wahr oder seriös. Informationen im Internet können hilfreich sein. Sie ersetzen jedoch nicht ein langjähriges Studium, eine langjährige Ausbildung und viele Jahre der Berufserfahrung. Die Qualität dieser Texte sollte genau überprüft werden. Gute Texte zeichnen sich durch folgende Merkmale aus:

  • Der Autor der Texte ist namentlich genannt.
  • Die Kompetenzen des Autors sind durch seine Ausbildung, seine Zeugnisse und Berufserfahrung nachvollziehbar.
  • Die Quellen von klinischen Studien sind genannt.
  • Einflussnahmen auf den Inhalt der Texte durch die Pharma-/Medizinprodukteindustrie, Krankenkassen oder Interessenverbände im Gesundheitswesen sind offengelegt.
  • Alternative Behandlungsmethoden werden diskutiert.
  • Vor- und Nachteile einer Behandlung werden geschildert.
  • Die Texte enthalten keine Heilungsversprechen.
  • Die Grenzen einer Behandlung werden aufgezeigt.

Was bedeudet “evidenzbasiert”?

Empfehlungen zu einer Behandlung, Untersuchung oder Vorbeugung müssen sich auf Fakten stützen. Solche Fakten müssen verlässlich durch mehrere Personen überprüfbar sein. Wissenschaftliche Fakten werden in Studien erbracht. Diese Fakten oder Tatsachen werden als Evidenz bezeichnet. Aussagen die sich auf die Ergebnisse von wissenschaftlichen Studien beziehen, nennt man evidenzbasiert.

Die Aussagekraft von Studien lässt sich in Stufen unterteilen:

  • Berichte über einen einzelnen Fall und Expertenmeinungen haben eine geringere Aussagekraft als die Berichte über mehrere Fälle (Fallserien).
  • Fallserien haben eine geringere Aussagekraft als die Untersuchung einer Gruppe von Betroffenen und der direkte Vergleich mit nicht Betroffenen (Fall-Kontroll-Studie).
  • Der Behandler und der Patient können die Behandlung und deren Ergebnis beeinflussen. Studien in denen weder der Behandler noch der Patient wissen, welches Mittel verabreicht wurde, sind vor diesen verfälschenden Einflüssen geschützt. Die Methode bezeichnet man als Verblindung. Wenn der Zufall entscheidet welcher Patient welche Behandlung bekommt, ist ein weiterer verfälschender Einfluss ausgeschaltet. Diese Vorgehensweise nennt sich Randomisierung. Verblindete randomisierte Studien sind hochwertiger als Fall-Kontroll-Studien.
  • Die Erkenntnisse aus mehreren guten und vergleichbaren hochwertigen Studien hat die höchste Aussagekraft.

Das Oxford Zentrum für evidenzbasierte Medizin hat die Entwicklung und Lehre der Faktenbasierten Entscheidungsfindung in der Medizin seit 1995 vorangetrieben.

Studien werden ferner nach Qualitätskriterien unterschieden. Die Untersuchung vieler Patienten nach mehreren Jahren und eine sorgfältige statistische Überprüfung sprechen für eine gute Studie. Mehrere Verfahren zur Feststellung einer Krankheit sind in der Regel zuverlässiger als eine einzelne Untersuchung. Das Alter, das Körpergewicht, das Zigarettenrauchen, der regelmäßige Alkoholkonsum oder die Einnahme von Medikamenten können den Ausgang einer Erkrankung beeinflussen. Die Berücksichtigung und die Auswertung wechselwirkender Einflussgrößen kennzeichnen eine gute Studie.

Das Internationale Komitee der Herausgeber medizinischer Fachzeitschriften erlässt Leitlinien für die Veröffentlichung von wissenschaftlichen Studien nach ethischen und wissenschaftlichen Gesichtspunkten. Über fünf tausend wissenschaftliche Zeitschriften haben diese Empfehlungen in ihren Richtlinien übernommen. Die transparente Beschreibung der Methoden und die Offenlegung der Befangenheit ist in wissenschaftlichen Zeitschriften gängige Praxis.

Unabhängige seriöse Quellen

Vor jeder Entscheidung müssen ausgewogene und vertrauensvolle Informationen eingeholt werden. Die CenterPlast legt großen Wert auf die Aufklärung Ihrer Patienten. Unsere Chirurgen helfen Ihnen nach bestem Wissen und Gewissen komplexe Zusammenhänge zu verstehen. Nur als Team gelangen Ärzte und Patienten zu der bestmöglichen Entscheidung. Ausgewiesene und erfahrene Experten aus der Wissenschaft und der Patientenversorgung haben Netzwerke und Arbeitsgemeinschaften geschlossen. Das Ziel dieser Organisationen ist es, alle verfügbaren Fakten zu prüfen, um Ärzte und Patienten bei einer Nutzen-Risiko-Abwägung zu helfen. Folgende Quellen sind seriös, transparent und unabhängig:

Zum Autor

Privatdozent Dr. Stéphane Stahl

“Wir liefern Ihnen umfangreiches Experten-Wissen, um gemeinsam mit Ihnen den bestmöglichen Behandlungsweg auszuwählen.”

Privatdozent Dr. med. Stéphane Stahl ist ehemaliger Direktor der Klinik für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie / Handchirurgie am Klinikum Lüdenscheid. Dr. Stahl studierte Medizin an den Universitäten Freiburg und Berlin. 2011 legte er die Europäische und 2012 die Deutsche Facharztprüfung für Plastische und Ästhetische Chirurgie ab. Es folgten weitere Facharztqualifikationen und Zusatzqualifikationen (u.a. Qualitätsmanagement, Medizindidaktik, Physikalische Therapie, Notfallmedizin, Laserschutzbeauftragte, Handchirurgie) sowie Preise und Auszeichnungen. 2015 habilitierte er sich im Fach Plastische und Ästhetische Chirurgie in Tübingen. Er ist ein erfahrener Mikrochirurg, gefragter Gutachter und regelmäßiger Referent auf Fachkongressen. Stéphane Stahl wurde nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren zum Mitglied der American Society for Aesthetic Plastic Surgery (ASAPS), eine der weltweit größten und einflussreichsten Fachgesellschaften für Ästhetische Chirurgie. Zu seinen Autorenschaften gehören u.a. zahlreiche Beiträge in angesehenen peer review Zeitschriften und chirurgischen Standardlehrwerken.

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