Brustverkleinerung Saarland

Brust im schwarzen BH | Video-Thumbnail zur Brustverkleinerung

Brustverkleinerung in Saarbrücken

Zu große und damit zu schwere Brüste können körperliche Beschwerden wie Schulter-, Rücken- oder Nackenschmerzen verursachen. Die Last der Brüste kann eine gebückte Haltung hervorrufen und somit gesundheitliche Problemen herbeiführen. Bei extrem voluminösen Brüsten haben Frauen zudem Schwierigkeiten, Kleidung zu finden, die zur Größe ihrer Brüste passt. Durch das Gewicht der Brüste leiden viele Frauen unter einschneidenden BH-Trägern. In der Unterbrustfalte kann es insbesondere zur warmen Jahreszeit zu Hautausschlägen kommen.

Darüber hinaus berichten Patientinnen mit einer sehr großen Oberweite auch von Leistungseinschränkungen durch die schweren Brüste und ein Schamgefühl durch die Bewegungen großer Brüste beim Sport. Bei übermäßig großen Brüsten hilft auch ein Sport-BH nicht. Manche Frauen beklagen gar eine Beeinträchtigung der Atmung durch den Druck der Brüste. Viele Frauen berichten von einer psychischen Belastung, weil ihr großer Busen ungewollt alle Blicke auf sich zieht. Betroffene beklagen, dass die Ausmaße der Brüste als unharmonisch empfunden werden und das Selbstvertrauen beeinträchtigen.

Einige Frauen erwerben aus diesem Grund sogenannte Minimizer BHs, um Oberweite zu kaschieren, was jedoch viele oben beschriebene Probleme nicht lösen kann und zudem nur bedingt optisch Abhilfe schaffen kann. Darüber hinaus kann sich eine übermäßige Oberweite auch negativ auf das Sexualleben auswirken und in Extremfällen Ängste oder Depressionen hervorrufen. Eine Brustverkleinerung, auch Mammareduktion genannt, erleichtert die körperliche Aktivität und motiviert zur Gewichtsabnahme1.

Das sagen unsere Patienten

Infos auf einen Blick

Op-Dauer - Icon

Op-Dauer

ca. 2-3 Stunden

Nachbehandlung - Icon

Nachbehandlung

6 Wochen

Narkose - Icon

Narkose

Dämmerschlaf

Fadenzug - Icon

Fadenzug

Selbstauflösende Fäden

Klinikaufenthalt - Icon

Klinikaufenthalt

Ambulant

Gesellschaftsfähig - Icon

Gesellschaftsfähig

nach 5 Tagen

Ergänzungen oder Alternativen - Icon

Ergänzungen oder Alternativen

Bruststraffung / Fettabsaugung

Alle Informartionen auf einen Blick
Grafik mit verschiedenen Brustgrößen

Bei einer Brustverkleinerung oder „Mammareduktion“ wird überschüssiges Haut- und Brustdrüsengewebe entfernt, um Größe und Position der Brust zu korrigieren.  Gleichzeitig wird die Brustwarze versetzt, um der Brust zu einem jugendlichen Aussehen zu verhelfen. Für ein optimales Ergebnis wird häufig auch der Warzenhof verkleinert. Die Schnittführung verläuft um den Warzenhof, in der Unterbrustfalte und entlang einer Verbindungslinie zwischen diesen Punkten.

Die Kenntnis verschiedener Operationstechniken ist wichtig, um unterschiedlichen Befunden und Wünschen gerecht werden zu können. Über die Verkleinerung hinaus wird auch immer ein besonderes Augenmerk auf harmonische Proportionen sowie eine optimale Symmetrie und Form der Brüste gerichtet.

Die Größe einer weiblichen Brust steht von Natur aus im Verhältnis zum Körperbau. Unterschiedliche Größen der weiblichen Brust kommen in unterschiedlicher Häufigkeit in der Bevölkerung vor. Durchschnittliche Größen sind die am häufigsten vorkommenden Größen. Die am häufigsten vorkommenden Größen entsprechen den Bildern der Diagonale von unten links nach oben rechts im Bild. Für ein natürliches Ergebnis empfehlen wir eine durchschnittlich große Brust anzustreben.

Welche Methoden der Brustverkleinerung gibt es?

Allen OP-Methoden ist die Entfernung überschüssigen Brustgewebes (Brustdrüsengewebe und Fettgewebe) und Haut gemeinsam. Jede OP-Technik hat bestimmte Vor- und Nachteile. Je nach Größe und Form der Brüste können die Vorteile oder die Nachteile einer bestimmten Technik überwiegen. Der Schlüssel zu einem perfekten Ergebnis liegt daher in der Auswahl der speziell für Sie angemessenen Operationsmethode, die durch die Schnittführung und Schnitttechnik gekennzeichnet ist:

So wird zwischen einer O-Technik (Benelli-Methode), einer I-Technik, einer J- oder L-Technik und einer T-Technik unterschieden. Die O-Technik eignet sich überwiegend zur Straffung bei leicht hängenden Brüsten. Bei einer merklichen Verkleinerung oder Straffung der Brust kommt in der Regel die T-Technik zur Anwendung. Mehr dazu erfahren Sie auf unserer Seite zur „Bruststraffung“.

Methoden einer Brustverkleinerung
Besprechung von einer Kombination von- Fettabsaungung und Brustverkleinerung

Kombination einer Brustverkleinerung mit einer Fettabsaugung

Die Kombination einer Fettabsaugung mit einer Brustverkleinerung ermöglicht es, narbensparend und schonend zu operieren. Die Fettabsaugung ist hilfreich, um die seitlichen Brustkonturen zu formen. Zudem kann überschüssiges Fett (Fettpölsterchen) vor der Achselhöhle korrigiert werden. Bei sehr großen Brüsten ist die Kombination der Brustverkleinerung und der Fettabsaugung sehr sinnvoll, um eine schnelle und sichere Wundheilung zu begünstigen.

Ihre Experten für Brustverkleinerung

Dr. Adelana Santos Stahl
Dr. Adelana Santos Stahl
Dr. Stephane Stahl
PD. Dr. Stéphane Stahl

Ablauf einer Brustverkleinerung

Beratungsgespräch zwischen Ärztin und Patientin zu Brustimplantaten

Vorbereitung

Unmittelbar vor der Operation empfängt Sie Ihre ästhetisch-plastische Chirurgin oder Ihr Chirurg. Für harmonische Proportionen, eine optimale Form und Symmetrie der Brüste wird der Operationsplan mit einem speziellen Marker auf Ihrer Brust angezeichnet. Anschließend bespricht der Narkosearzt nochmals den Ablauf mit Ihnen. Bevor Sie in den Operationssaal begleitet werden, wird Ihnen vorbeugend ein Antibiotikum verabreicht.

OP-Szene mit Fachärzten

Die OP

Nach einer sorgfältigen Desinfektion und sterilen Abdeckung Ihrer Brüste kann die Operation beginnen. Die Chirurgin oder der Chirurg betäubt zunächst die Zwischenrippennerven und unterspritzt zusätzlich eine Tumeszenzlösung. Diese betäubt das Gewebe und beugt der Ausbildung von Blutergüssen vor. Während Sie schlafen oder sich durch einen Film auf einer 3D-Brille ablenken lassen, arbeitet das gesamte Operationsteam hoch konzentriert. Der Eingriff dauert zwei bis drei Stunden, je nach Befund. Die Wunden werden mit feinen selbstauflösenden Hautfäden genäht. Nur wenn es erforderlich erscheint, werden Drainageschläuche eingelegt, die meist am Folgetag wieder entfernt werden können. Die OP-Dauer beträgt ca. 2,5 Stunden.

Nachbesprechung der Brust-OP

Nach dem Eingriff

Nach dem Verbinden der Wunde legt das OP-Team Ihnen bereits den für Sie bestellten passenden Stütz-BH (Kompressions-BH) an. Unmittelbar nach dem Verlassen des Operationssaals sind die Patientinnen meist wach sowie schmerzfrei und können etwas essen oder trinken. Im Normalfall können Sie sich bereits nach einer kurzen Beobachtungszeit abholen lassen. Sie bekommen einen Brief mit, in dem alle Verhaltensmaßnahmen vermerkt sind. Hierin finden Sie auch die Termine zu den Nachsorgeuntersuchungen und eine Telefonnummer, unter der Sie Ihren ästhetisch-plastischen Chirurgen / Ihre Chirurgin jederzeit erreichen können.

Vorher-Nachher-Bilder einer Brustverkleinerung

Es ist gesetzlich nicht erlaubt, vergleichende bildliche Darstellungen des Behandlungserfolgs durch Vorher-Nachher-Fotos im Internet zu veröffentlichen. Dies ist in § 1 Absatz 1 Nr. 2 des Heilmittelwerbegesetzes festgehalten. Gleichwohl können solche Vorher-Nachher-Bilder einer Brustverkleinerung im Rahmen des Beratungsgesprächs zur Aufklärung der Patienten genutzt werden. Selbstverständlich werden die Datenschutzvorgaben eingehalten. Die Bilder wurden im Einverständnis der Patientinnen aufgenommen und helfen Ihnen, die Möglichkeiten und Grenzen der Schönheitschirurgie aufzuzeigen. Zudem kann ein Spezial-BH in der gewünschten Zielgröße veranschaulichen, wie groß die Brüste nach der OP sein werden.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Die durchschnittliche Größe der Brüste ändert sich je nach Körpergewicht, Alter und ethnischer Herkunft. Bei australischen Frauen mit einem BMI von 18,5 bis 24,9 wurde beispielsweise ein durchschnittliches Volumen von 327 Milliliter gemessen2. Bei türkischen Frauen im Alter zwischen 18 und 26 Jahren (BMI 20 bis 25) lag das errechnete Volumen bei 407 Milliliter3. Bei Amerikanischen Frauen lag dies bei Frauen im Alter von 22 bis 82 Jahren im Durchschnitt bei 405 Millilitern4.

Mit zunehmender Größe der Brust erhöht sich der Abstand von der Drosselgrube zur Brustwarze. Das Volumen einer Brust kann daher anhand bestimmter Messgrößen berechnet werden5. Alternativ lässt sich das Brustvolumen mit einem 3D-Scanner oder der Magnetresonanztomografie bestimmen.

Nach allgemeiner Auffassung liegt eine Riesenbrust (Gigantomastie) vor, wenn bei einer Brustverkleinerung mindestens 1500 Gramm oder mehr als 3 % des gesamten Körpergewichts entfernt wird6. Zur Definition einer überdurchschnittlich großen Brust, auch Makromastie oder Mammahypertrophie genannt, finden sich unterschiedliche Kriterien. Einige sprechen bei einer D-Körbchengröße von übergroßen Brüsten7.

Die weibliche Brust entwickelt sich in der Pubertät unter dem Einfluss von Östrogenen. Das Östrogen Estradiol wird um den Zeitpunkt des Eisprungs in den Eierstöcken und in der Schwangerschaft in der Plazenta gebildet. In seltenen Fällen kann ein übermäßiges Wachstum der Brust auch durch eine Schwangerschaft ausgelöst werden8. Das Wachstum der Brüste als Nebenwirkung bestimmter Medikamente, wie zum Beispiel Penicillamin (Rheumabehandlung) oder Cyclosporin (Unterdrückung der Immunabwehr) ist außergewöhnlich selten.

Im Durchschnitt haben Frauen mit großen Brüsten ein höheres Körpergewicht9. Östrogene werden auch in den Zellen des Fettgewebes mit Hilfe eines bestimmten Enzyms (Cytochrom P450-Aromatase) gebildet10. Bei einem erhöhten Körperfett-Anteil kann daher sowohl das Fettgewebe wie auch das Drüsengewebe der Brust zunehmen. Warum manche Frauen einen größeren oder einen kleineren Drüsenkörper haben als andere, ist weitestgehend ungeklärt. Erhöhte Östrogen-Blutwerte scheinen hierbei keine Rolle zu spielen11. Das übermäßige Brustwachstum lässt sich auch nicht durch eine erhöhte Östrogen-Empfindlichkeit erklären12. Möglicherweise sind die Auslöser für das Brustwachstum nur über einen begrenzten Zeitraum und nur im betroffenen Brustgewebe zu finden.

Versicherte haben nach SGB V § 27 Anspruch auf medizinisch notwendige Behandlungen von Krankheiten. So übernimmt die Krankenkasse die Kosten einer Brustverkleinerung, wenn sich beispielsweise ein Hautausschlag trotz monatelanger hautärztlicher Behandlung nicht bessert. In diesem Fall liegt eine medizinische Notwendigkeit vor. Ein weiterer Grund für eine Kostenübernahme sind Fälle, in denen ein Orthopäde oder Unfallchirurg von einem ursächlichen Zusammenhang zwischen einem Rückenleiden und großen Brüsten ausgeht. Dabei ist häufig zusätzlich der Nachweis erforderlich, dass konservative Behandlungsmaßnahmen nicht zu einer Besserung der Beschwerden beitragen konnten. Bezahlt die Krankenversicherung auf Grund einer medizinischen Indikation eine Brustverkleinerung, dürfen die Leistungen nach § 12 Abs. 1 SGB V das Maß des Notwendigen nicht überschreiten. Berechtigte ästhetische Ansprüche, die zum Beispiel die zusätzliche Durchführung einer Fettabsaugung erfordern, gehören nicht zu dem Leistungskatalog der Krankenkassen.

Bei 95 Prozent der Patientinnen hat die „neue Brust“ nach 3 Monaten ihre endgültige Größe und nach 6 Monaten ihre endgültige Form erreicht. Die Größenveränderung ist sofort nach dem Eingriff zu erkennen. Eine unvermeidliche leichte Schwellung bildet sich nach einigen Wochen zurück. Während das endgültige Ergebnis bereits zu sehen ist, ist die Narbenheilung zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen. Je nach Alter und Veranlagung können die Narben in den ersten Monaten fest, erhaben und gerötet sein. Das regelmäßige Massieren der Narbe und das Aufbringen von Silikonpflastern unterstützen eine rasche und feine Narbenheilung. Der Hautmantel passt sich der neuen Form noch geringfügig an. Insbesondere zwischen der Brustwarze und der Unterbrustfalte gibt das Gewebe in der Regel etwas nach. Ein Jahr nach der Operation sind keine merklichen Veränderungen mehr zu erwarten.

Der Leidensdruck der Patientin ist wesentlich maßgebend für den Zeitpunkt der Operation. Wenn sehr große Brüste bereits in der Pubertät erhebliche körperliche und seelische Beschwerden bereiten, empfehlen wir ein ausführliches Beratungsgespräch im Beisein der Eltern. Bei noch nicht abgeschlossenem Wachstum der Brüste der jungen Frauen besteht die Gefahr, dass die Größe der Brust nach der Verkleinerung geringfügig zunimmt. Die Operationsrisiken hängen in gewissem Maße von den körperlichen Voraussetzungen ab. Im Allgemeinen sind sie bei jungen, gesunden Patientinnen geringer als bei älteren Patientinnen und Raucherinnen. Etwa zwei Drittel der Patientinnen können nach einer Brustverkleinerung noch stillen13.

Ästhetische Operationen der Brust, wie Bruststraffungen, Brustvergrößerungen oder das Verkleinern von Brüsten, sind fester Bestandteil der Ausbildung zum Plastischen und Ästhetischen Chirurgen. Eine gute Ausbildung, eine langjährige Erfahrung und eine gewisse Begabung sind sicherlich wichtige Eigenschaften. Am besten ist es, wenn der behandelnde Arzt und Experte der Plastischen Chirurgie sich durch alle drei Eigenschaften auszeichnet. Über die menschlichen Eigenschaften wie Empathie, Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit können Sie sich anlässlich des Beratungsgespräches ein Bild machen. Um das Geschick in Bezug auf Schönheits-OPs beurteilen zu können, muss man bereits viele Chirurgen bei Ihrer Arbeit beobachtet haben.

Wie können Sie sich also ein Urteil bilden? Schauen Sie sich die Lebensläufe der Chirurgen an. Ein Arzt mit einer guten Ausbildung und viel Erfahrung stellt diese Information in der Regel bereitwillig im Internet zur Verfügung. Seien Sie misstrauisch, wenn Sie nur Siegel und Auszeichnungen von privaten Unternehmen auf einer Internetseite vorfinden. Häufig sind diese Blickfänger käuflich erwerblich. Zeugnisse von staatlichen Universitäten, wissenschaftliche Auszeichnungen von Fachgesellschaften und Führungspositionen wie eine Oberarzt- oder Chefarzt-Tätigkeit zeugen in der Regel von einer gewissen fachlichen Qualifikation.

Ihre Zufriedenheit steht bei uns im Mittelpunkt. Daher nehmen sich die Ärzte der CenterPlast die Zeit, Ihre Ziele genau kennenzulernen und Ihnen Wege aufzuzeigen, diese Ziele zu erreichen. Bei einer Brustverkleinerung muss ein harmonisches Verhältnis zum Körperbau berücksichtigt werden. Um eine jugendliche und schöne Form der Brüste herzustellen, sollte die für Sie am besten geeignete Technik für die Schönheits-OP gewählt werden. Ein offenes und vertrauensvolles Gespräch mit Ihrem Experten für Plastische und Ästhetische Chirurgie ist eine wichtige Voraussetzung, damit Ihre Ziele erreicht werden.

Die Operationsrisiken werden durch verschiedene Faktoren beeinflusst. Je nach Gesundheitszustand, körperlicher Verfassung und Lebensgewohnheiten können die möglichen Risiken höher oder niedriger sein. Zahlreiche Studien belegen, dass höheres Lebensalter, Übergewicht und das Zigarettenrauchen die Risiken erhöhen14. Darüber hinaus wird die Rate möglicher Komplikationen auch von der Ausprägung des chirurgischen Eingriffs beeinflusst (Entfernung von 500 versus 1500 Gramm). Zu den Risiken gehören Nachblutungen, Ansammlung von Wundwasser, Entzündungen, Wundheilungsstörungen und Durchblutungsstörungen der Brustwarze. Als Richtwert sei das Risiko behandlungswürdiger Komplikationen bei Patienten in den USA genannt, das auf 1 bis 2% beziffert wird15. Bedenken Sie, dass Studiendaten zu Operationsrisiken nicht auf jedes Land, jeden Patienten, jede Klinik und jeden Behandler übertragbar sind.

Es lässt sich bei einer operativen Brustverkleinerung nie ganz vermeiden, dass geringe Mengen Blut aus Haargefäßen in die Wunde übertreten. In geringfügigen Mengen werden Blutbestandteile vom Körper abgebaut und ausgeschieden. Besonders bei großem Wunden, besteht die Gefahr, dass sich das Blut in einer Gewebshöhle ansammelt. Man spricht dann von einem Bluterguss. Um Blutergüsse zu vermeiden, wird bei der Brust-OP ein feiner Drainageschlauch in die Wunde eingelegt. Der Schlauch befördert das Blut nach draußen und kann in der Regel am Folgetag entfernt werden. Häufig kommen die Ärzte der CenterPlast ohne eine Drainage aus. Eine unauffällige Blutuntersuchung mit normalen Gerinnungswerten schließt eine Blutungsneigung nicht aus. Daher sollte die Entscheidung, ob eine Drainage gelegt wird, während des operativen Eingriffs getroffen werden.

Bei einer schönen jugendlichen Brust liegt die Brustwarze im Stehen auf dem höchsten Punkt der Brust. Nach der Entfernung des überschüssigen Gewebes im unteren Anteil der Brust muss die Brustwarze angehoben werden. Um die Brustwarze versetzen zu können, muss sie aus dem umgebenden Gewebe gelöst werden. Damit die Brustwarze gut einheilt und das Gefühl erhalten bleibt, müssen Gefäße und Nerven, die zur Brustwarze führen, geschont werden.

Das Gewebe, welches die Brustwarze nach ihrer Lösung mit der Brustwand verbindet, wird als Stiel oder Gewebsbrücke bezeichnet. Werden die Gewebsschichten oberhalb der Brustwarze durchtrennt, spricht man von einer unteren Gewebsbrücke. Die Techniken werden oftmals nach dem erstbeschreibenden Chirurgen benannt:

  • – Untere Gewebsbrücke16
  • – Gewebsverbund nach oben und unten17
  • – Gewebsbrücke zur Seite und zur Mitte18
  • – Mittige Gewebsbrücke zur Tiefe19
  • – Gewebsbrücke zur Mitte und oben20

Jede Technik hat gewisse Vorteile und Nachteile. Bei sehr großen Brüsten ist die untere Gewebsbrücke in der Regel kürzer und gewährleistet daher die bessere Blutversorgung der Brustwarze. Hinsichtlich des Gefühls der Brustwarze konnten keine bedeutenden Unterschiede bei den verschiedene Gewebsbrücken festgestellt werden21. Im Vergleich zu unteren Gewebsbrücke ist die obere Hälfte der Brust bei der oberen mittigen Gewebsbrücke fülliger. Ein Vorteil der oberen mittigen Gewebsbrücke ist, dass sich die Technik mit der Methode des Inneren BHs kombinieren lässt. Die Technik des Inneren BHs kann bei Bruststraffungen angewendet werden, um den hängenden Brüsten zu mehr Fülle zu verhelfen.

  1. Jørgensen MG, et al., 2021, Aesthet Surg J. ↩︎
  2. Coltman CE, et al., 2017, Ergonomics. ↩︎
  3. Avşar D. K., 2010, Aesthet Surg J. ↩︎
  4. Loughry CW, et al., 1989, Annals of plastic surgery. ↩︎
  5. Longo B, et al., 2013, Plast Reconstr Surg. ↩︎
  6. A. Dancey, et al., 2008, J. Plast. Reconstr. Aesthetic Surg.; H. Dafydd, et al, 2011, J Plast Reconstr Aesthet Surg. ↩︎
  7. Mundy LR, et al., 2017, Plast Reconstr Surg. ↩︎
  8. A. Dancey, et al., 2008, J. Plast. Reconstr. Aesthetic Surg. ↩︎
  9. Brown N, et al., 2012, Am J Hum Biol. ↩︎
  10. Simpson ER, et al, 1989, Endocr Rev 1989 ↩︎
  11. Das L, et al., 2019, Endocrine. ↩︎
  12. Jabs AD, et al., 1990, Plast Reconstr Surg. ↩︎
  13. Cruz NI, et al., 2007, Plast Reconstr Surg. ↩︎
  14. Jørgensen MG, et al., 2021, Aesthet Surg J. ↩︎
  15. Gupta V et al., 2017, Aesthet Surg J. ↩︎
  16. Robbins T.H., 1977, Plast Reconstr Surg. ↩︎
  17. McKissock P.K., 1972, Plast Reconstr Surg. ↩︎
  18. Strömbeck J.O., 1960, Br J Plast Surg. ↩︎
  19. Balch C.R., 1981, Plast Reconstr Surg. ↩︎
  20. Orlando J.C., et al., 1975, Br J Plast Surg ↩︎
  21. Silhol T, et al., 2019, J Plast Reconstr Aesthet Surg.; Muslu Ü, et al., 2018, Aesthetic Plast Surg. ↩︎

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