Gynäkomastie – Behandlung mit oder ohne Drüsenentfernung

Gynäkomastie bezeichnet eine krankhafte Vergrößerung der Brustdrüse bei Männern. Die Vergrößerung der Brustdrüse kann Ausdruck einer behandelbaren hormonellen Störung sein. In den überwiegenden Fällen bleibt die Ursache jedoch ungeklärt. Ein Wiederherstellen männlicher Konturen ist chirurgisch möglich, dabei kann man mit oder ohne Entfernen der Brustdrüse operieren.

Wie wird die Gynäkomastie korrigiert?

Die chirurgische Korrektur richtet sich nach der Art der Veränderung und der Ausprägung der Umfangszunahme. Im Vorfeld wird daher untersucht, ob vergrößertes Drüsengewebe und/oder vermehrtes Fettgewebe vorliegt. Fettgewebe kann mit sehr feinen Kanülen abgesaugt werden, die über Hautschnitte von etwa einem halben Zentimeter in das Unterhautfettgewebe eingebracht werden. Das Drüsengewebe wird über einen Zugang am Rand des Warzenhofes entfernt. Nach der Entfernung des Gewebes bildet sich die überschüssige Haut oftmals zurück. In welchem Ausmaß sich die Haut zurückbildet, hängt unter anderem von folgenden Faktoren ab: Alter, dauerhafte Sonnenbestrahlung, Rauchen, Veranlagung, Begleiterkrankungen, bestimmte Medikamente und Ausprägung der Umfangszunahme. Bildet sich die Haut nicht zurück, richtet sich die Schnittführung nach dem zu entfernenden Hautüberschuss. Um eine möglichst kleine Narbe zu hinterlassen, empfiehlt sich, einen Hautüberschuss erst zu entfernen, nachdem die Haut 6 bis 9 Monate Zeit hatte sich zurückzubilden.

Wie können Sie sich auf den Eingriff vorbereiten?

Zur Ursachenklärung wird eine Blutuntersuchung und Vorstellung bei einem Facharzt für Endokrinologie sowie eine Ultraschall-Untersuchung von Brust und Hoden empfohlen.

  • Alle Ihre Fragen zu möglichen Komplikationen und alternativen Behandlungen sollten im Vorfeld beantwortet sein.
  • Schränken Sie Nikotin- und Alkoholkonsum auf ein Minimum ein!
  • Blutverdünnende Medikamente (z. B. ASS, Thomapyrin®) müssen mindestens 10 Tage vor der Operation nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt abgesetzt werden.
  • Vitaminpräparate (A, E) und Nahrungsergänzungsmittel (Omega-3-Fettsäuren, Johanniskraut-Präparate usw.) müssen mindestens 4 Wochen vor der Operation abgesetzt werden.
  • Operationen schränken die Flugreisetauglichkeit ein. Planen Sie daher in den 6 Wochen nach der Operation keine Flugreisen beruflich wie privat!
  • Bei ausgeprägten Formen übernimmt im Einzelfall die Krankenkasse die Operationskosten. Dann sollte 2 bis 3 Monaten vor dem geplanten Eingriff ein Antrag auf Kostenübernahme gestellt werden.

Wie wird der Eingriff durchgeführt?

  • In aller Regel wird in Vollnarkose operiert. Damit verbunden ist ein stationärer Aufenthalt von 1 bis 3 Tagen.
  • Wunden werden mit selbstauflösenden Hautfäden genäht.
  • Der Eingriff dauert ca. 90 Minuten.

Was müssen Sie nach dem Eingriff beachten?

  • Eine Oberkörperhochlagerung von etwa 30 Grad (auch beim Schlafen) über 5 Tage ist für die Abschwellung und Wundheilung förderlich.
  • Duschen ist unmittelbar vor der Wundkontrolle ab dem 3. postoperativen Tag möglich.
  • Postoperative klinische Kontrollen empfehlen sich am 3. postoperativen Tag und nach 1, 2 und 6 Wochen sowie nach 6 und 12 Monaten.
  • Zuvor angepasste Kompressionsmieder sollten kontinuierlich 6 Wochen lang getragen werden.
  • Narbenpflege (Narbenmassage, Sonnenschutz, Silikonauflage) ab der 3. postoperativen Woche verhilft zu unscheinbaren Narben.
  • Sport, Saunagänge, Schwimmen, schweres Arbeiten und Sonnenbäder sollten für mind. 6 Wochen gemieden werden.

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Ihr Centerplast-Team um PD Dr. Stéphane Stahl und Dr. Adelana Santos Stahl berät Sie gern.

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